Tosender Applaus und „Standig Ovations“ beendeten das Konzert der Chorwerkstatt Telfs im Haus der Musik am 18. Mai 2019 in Innsbruck.
Riesenerfolg der Chorwerkstatt Telfs im Haus der Musik in Innsbruck

Chorwerkstatt Telfs 
Leitung:  Viktor Schellhorn
Ensemble Inn
Fausto Quintaba am Klavier
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  • Chorwerkstatt Telfs
    Leitung: Viktor Schellhorn
    Ensemble Inn
    Fausto Quintaba am Klavier
  • Foto: Hiltpolt A.
  • hochgeladen von Roland Pfeifer

Den Anlass für das Konzert „Nordic Lights“ lieferte die Hauptversammlung des Chorverbandes Österreich, die zum 70 Jahr Jubiläum vom Tiroler Sängerbund unter Obmann Manfred Duringer in Innsbruck abgehalten wurde. Die Chorverantwortlichen aller österreichischen Landesverbände trafen sich zu intensiven Beratungen und gegenseitigem Austausch in Innsbruck. Aus Anlass des Jubiläums war vom Österreichischen Chorverband eine Chorsinfonie in Auftrag gegeben worden. Der Teil Tirol feierte zu Beginn des Konzertes seine Premiere. Die HOUs aus Roppen unter der Leitung von Johannes Nagele interpretierten die Komposition „Der Habeler Peter“ von René Schützenhofer nach einem Text von Franzobel mit viel Witz und Enthusiasmus. Komponist und der beliebte Bergfex Peter Habeler waren sehr erfreut über die gelungen Premiere und applaudierten mit dem begeisterten Publikum im fast ausverkauften großen Saal des Hauses der Musik.

Den weiteren Verlauf des Konzerts gestaltete die Chorwerkstatt Telfs mit Werken des zeitgenössischen Komponisten Ola Gjeilo. Bei den meist achtstimmigen Chorsätzen wurde der Chor vom Ensemble Inn (Caroline Müller, George Butusina, Hans Martin Gehmacher, Sneza Trajkovski und Dragan Trajkovski) und Fausto Quintaba am Klavier begleitet. Mit den ersten Klängen wurde das Publikum im Alltag abgeholt und auf eine Reise in eine malerische Klangwelt mitgenommen. Der Chor zeichnete sich durch große Dynamik und präzise ausgeführte perkussive Elemente der aus. Die durchgehend anspruchsvollen Kompositionen wurden mit einer bezaubernden Leichtigkeit und Freude dargeboten. Die Instrumentalisten zeigten in vielen kleinen solistischen Passagen ihr Können und trugen durch ihr einfühlsames Untermalen des Chorklanges zu einem unerwarteten, berührenden und stimmigen Klang bei. Das in Perfektion vorgetragene Instrumentalstück „Wedding Day at Troldhaugen“ von Edvard Grieg (Ensemble Inn und Fausto Quintaba) ermöglichte Chor und Zuhörern eine kurze Pause von den intensiven Klängen, bevor der Chor sich mit weiteren Werken von Ola Gjeilo ganz in die Herzen der Zuhörer sang. Viktor Schellhorn dirigierte das Konzert mit sichtlicher Hingabe und hielt die Spannung der Protagonisten hoch. Die Belohnung bleib nicht aus. Nachdem der letzte Akkord in den wunderbaren Ausblick des Konzertraumes verklungen war, hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen und es gab verdiente stehende Ovationen – auch von den vielen anwesenden chorerfahrenen Mitgliedern des Österreichischen Chorverbandes. Begann des Konzert mit einer Premiere, so endete es auch mit einer. Wie Viktor Schellhorn in seiner kurzen Ansage betonte, können heimische Komponisten mit weltbekannten durchaus mithalten. Den gelungen Beweis dafür trat die Chorwerkstatt Telfs gemeinsam mit dem Ensemble Inn mit der Zugabe „Trag mi Wind“ von Christian Dreo an. Dieser hatte extra für dieses Konzert einen Streichersatz für sein bekanntes Chorwerk komponiert und saß tief beeindruckt und - wie er selbst sagte - glücklich über ein so gelungenes Konzert im Publikum.

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