Scharnitzer Umfahrung eröffnet - mit VIDEO
Durch den Tunnel, statt durch den Ort

Mit dem Durchschneiden des Bandes wurde die Umfahrung eröffnet
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  • hochgeladen von Julia Scheiring

SCHARNITZ (jus). Die zahlreich ausgerückten Vereine, die (hohen) Vertreter der Landespolitik und die politischen Gäste ließen die Wichtigkeit des Anlasses erahnen: am Samstag, 10. November, wurde nach dreijähriger Bauzeit und noch viel mehr Vorlaufzeit die Scharnitzer Umfahrung eröffnet und gleichzeitig das neue Einsatzfahrzeug gesegnet.

Massive Entlastung für Scharnitz

Eingeweiht wurde aber nichts, wie LH Günther Platter nach dem landesüblichen Empfang in seiner (launigen) Rede betonte: "Ich habe erfahren, wenn etwas einweiht wird, dann gehört es der katholischen Kirche. Wir wollen aber nicht, dass Abt German mit dem neuen Feuerwehrauto zurück nach Stams fährt." Deshalb blieb es beim Segnen. Der Bevölkerung dürfte das ziemlich egal gewesen sein, wird doch der Ort durch die zwei Kilometer lange Umfahrung mit dem 1.000 Meter langem Porta Claudia Tunnel und der neuen Isarbrücke erheblich entlastet. An Spitzentagen rollten hier bis zu 18.000 Autos durch das Zentrum.

Neustart für Scharnitz

Für Bürgermeisterin Isabella Blaha ist es auch ein Anlass zur Neupositionierung des Karwendelortes: "Wir wollen die Natur wieder in den Vordergrund rücken und damit an die touristisch erfolgreichen Zeiten anschließen." Erste Maßnahmen wurden mit dem Bau des Holzer-Museums ja bereits gesetzt.

Tolle Zusammenarbeit, viel Verständnis

Die Freude über die gute Zusammenarbeit und die professionelle Projektabwicklung bestimmte die Festreden von LH-Stv. Josef Geisler und Günter Gugelbauer, Leiter des Brücken- und Tunnelbaus.  "Es gab wenig böse Worte und die Bevölkerung hat sehr viel Verständnis gezeigt, das ist nicht selbstverständlich bei einem solchen Projekt", meinte Gugelberger. Auch sonst ist der Bau gut verlaufen, in den drei Jahren gab es keine gröberen Unfälle, "dafür braucht es schon auch den Segen von oben", wie Abt German bemerkte.  Mit Kosten von 34,5 Millionen Euro war die Umfahrung das größte Straßenbauprojekt in den vergangenen Jahren, Kosten und Zeitplan wurden aber eingehalten, betonte Geisler.

Nach 30 Jahren ein Ende

Mit der Eröffnung der Umfahrung findet ein wahrhaftes Mammutprojekt einen Abschluss. Denn die ersten Studien dazu wurden bereits 1989 in Auftrag gegeben, seit 2010 hat sich Scharnitz intensiv damit befasst. Die neue Straße beginnt südlich der Ortseinfahrt und führt über den Gießenbach, den Tunnel Porta Claudia und die neue Isarbrücke kurz vor der Staatsgrenze wieder auf die B177.

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