Leben im Natursee im Schutzgebiet Inzing/Hatting
Fische kommen wieder in die Gaisau

Die neue Rampe besteht aus abgestuften Pilotenreihen. So kommen die Fische wieder in die Gaisau.
  • Die neue Rampe besteht aus abgestuften Pilotenreihen. So kommen die Fische wieder in die Gaisau.
  • Foto: www.fischereigesellschaft-innsbruck.at
  • hochgeladen von Georg Larcher

INZING. Der Natursee im Schutzgebiet Gaisau (Inzing, Tirol) ist jetzt wieder für Fische aus dem Inn erreichbar. Ein unüberwindliches Stauwehr hatte dies seit mehreren Jahrzehnten verhindert. Auf Initiative der Fischereigesellschaft Innsbruck wurde das Wanderhindernis entfernt und durch eine fischpassierbare Rampe ersetzt.

Alt-Arm des Inn unter Naturschutz

Die Gaisau ist der einzige noch erhaltene Altarm des Inns in ganz Tirol und steht seit 2009 unter Naturschutz. Auwaldreste und eine knapp 600 m lange Stillwasserfläche bilden einen vielfältigen und artenreichen Rückzugsraum für seltene Pflanzen und Tiere. Bis vor etwa zwanzig Jahren wurden hier noch zahlreiche, teils selten gewordene Fischarten beobachtet, wie Hasel, Schleie, Karausche, Bitterling, Gründling, Elritze, Aitel, Laube oder Schmerle. Auch Forellen und Äschen aus dem Inn schwammen früher noch bis in den See. Das Wehr unterband jedoch den Rückweg aus dem Inn, sodass dort heute nur noch Hechte und Rotaugen vorkommen.

Das Stauwehr wurde im Zuge von Sanierungsmaßnahmen nach der schweren Inzinger Murenkatastrophe von 1969 errichtet. Diese Mure hatte auch den Bahndamm und Teile der Gaisau verschüttet, sodass das Geröll weggebaggert werden musste. Im Gumpen unterhalb des Wehrs waren immer wieder Fische eingeschlossen, die wegen des winterlichen Niederwassers dort jämmerlich verendeten.

Hochwasserschutz für Hatting

Das Anbindungsprojekt wurde auch von der Gemeinde Hatting betrieben, die wegen des Rückstaus mit Hochwasserproblemen in einer Siedlung zu kämpfen hatte. Solche Hochwasserspitzen können wegen des verbesserten Abflusses nun nicht mehr auftreten.
Unterstützung erhielt das Projekt auch vom Landesfischereiverband, WWF und dem Land Tirol im Projektrahmen von „Der Inn“. Zur Finanzierung leistete die Stiftung „Blühendes Österreich“ einen wesentlichen Beitrag. Umgesetzt wurde der Projektplan des Büros „Wasser und Umwelt“ vom Baubezirksamt Innsbruck, dessen Bautrupp nun bereits die nächste Anbindungsbaustelle oberhalb von Hatting in Angriff genommen hat.

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