WM Seefeld
In Seefeld steigt das WM - Fieber

Prominentester Gast bei der Seefelder Gemeindeversammlung war ÖSV-Präsident Professor Peter Schröcksnadel.
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  • hochgeladen von Gerd Harthauser

Olympiahalle "gerammelt voll"
(harti) Nachdem die Baumaschinen und Handwerker abgezogen sind und sich der Ärger über die vielen Baustellen und Umleitungen im Ort weitestgehend gelegt hat, steigt in Seefeld das WM-Fieber. Bester Beweis: Die Olympiahalle war bei der Gemeindeversammlung in der vergangenen Woche mit Infos rund um die WM "gerammelt voll".
Als prominentesten Gast bei der Veranstaltung konnte Bürgermeister Werner Frießer den Präsidenten des ÖSV, Peter Schröcksnadel begrüßen, der den Besuchern gleich zu Beginn einige bisher weniger bekannte Informationen gab. So etwa, wie es bei der Vergabe der WM an Seefeld zu der Mehrheit von einer  Stimme vor dem favorisierten Mitbewerber Oberstdorf kam, dass man bei den Vorbereitungen der WM nicht immer einer Meinung war, aber "am Ende des Tages immer ein positives Ergebnis" zu verzeichnen war. Und dass der ÖSV die WM in Österreich unbedingt haben wollte, einen eventuellen Verlust zu 100 % tragen wird, aber auch einen Gewinn zu 100 % einstreichen wird. Wenn der ÖSV als Veranstalter schon das Risiko des Events allein trage und "ohne Netz" arbeite, dann wolle er damit auch Geld verdienen, so der mächtigste ÖSV-Mann. 
Gäste aus aller Welt erwartet
Zu der Eröffnungsfeier auf der Medal Plaza am 20. Februar um 18.00 Uhr (bei kostenfreiem Eintritt) haben sich laut Schröcksnadel bereits eine Reihe von hochrangigen und illustren Gästen aus aller Welt angesagt, allerdings wollte er noch keine Namen nennen. Auch der Russland's Präsident Putin sei eingeladen, eine Antwort stehe allerdings noch aus.
TVB Obmann Alois Seyrling bezeichnete die WM als wichtigste Veranstaltung in Seefeld seit der Nordischen WM 1985. Er bescheinigte dem Ort und seinem Gemeinderat unternehmerisches Denken und Weitsicht, durch die enormen Investitionen habe das gesamte Plateau profitiert. Ganz sicher werde es aber nicht so weitergehen, "dass bei uns mehr Kräne stehen als in Dubai", meinte er scherzhaft. Trotz allem sei Seefeld ein Dorf geblieben und keine Stadt geworden, es gebe nach wie vor keine einzige Verkehrsampel. Davon würden sich demnächst 700 Mio Zuseher im TV überzeugen können. Und auch davon, dass man in Seefeld nicht nur langlaufen könne.
Motto "Hand in Hand"
Seinen Besuchern werde Seefeld 12 Tage lang ein stilvolles, hochwertiges Fest bieten mit einer tollen Fanmeile zwischen Bahnhof und den Sportstätten. Dazu trage auch die hohe Kooperationsbereitschaft der gesamten Geschäfts-welt bei, das Motto "Hand in Hand" werde gelebt. Für die Organisation und Gestaltung bediene man sich der Hilfe namhafter Agenturen und baue auf die Erfahrungen anderer Veranstaltungsorte.  
Keine Einschränkungen für Seefelder Bürger
Sowohl TVB-Geschäftsführer Elias Walser als auch BGM Frießer betonten anschließend auf Nachfrage mehrfach, dass es während der WM-Tage durch die Besucherströme für die Einheimischen nach Möglichkeit allenfalls zu geringen Behinderungen und Einschränkungen kommen sollte. Langlaufen soll trotz der Sperre zwischen 4.2.und 8.3. möglich sein. Shuttlebusse und ein erweitertes Angebot von VVT, IVB, ÖBB (mit doppelten Zuggarnituren für bis zu 600 Fahrgäste) und Werdenfelsbahn sollen zusammen mit den Parkplätzen in Gießenbach und Pfaffenhofen schon im Ansatz verhindern, dass es zu einem Verkehrsproblem in Seefeld kommt.  
Ausführlich beantworteten die Experten eine Vielzahl von offenen Fragen, zumeist zu Problemen betreffend die Erreichbarkeit einzelner Örtlichkeiten. Ganz zum Schluss kam noch eine Frage, die angesichts der derzeitigen Lage kommen musste: Was passiert, wenn Seefeld wegen starker Schneefälle und gesperrter Zufahrtswege von Deutschland aus gar nicht oder nur erschwert erreichbar ist? Dazu Frießer: "Das Problem war uns im Vorfeld bekannt. Wir wollten in Scharnitz eine bessere Lösung als den kürzlich eröffneten Tunnel, haben "gekämpft wie die Löwen", sind aber an der Sturheit und den weit überzogenen Forderungen unserer bayrischen Nachbarn gescheitert: Die bayrischen Lösungsvorschläge wären sechsmal so teuer gewesen wie der Tunnel." Die jetzige Situation habe für ihn "sehr viel Ähnlichkeit mit einem  Schildbürgerstreich".

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