Ampelsystem für Müllentsorgung in Telfs
Millionen wandern in die falsche Tonne

Hans Gellner (ATM Abfallberater), LA Cornelia Hagele (Vize-Bgm. und Umweltausschuss-Obfrau Telfs), Christoph Schaffenrath (Leiter Umweltbüro Telfs), Josef Hausberger (ATM) und Benni Sailer (Leiter Abfallwirtschaftszentrum Telfs)
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  • Hans Gellner (ATM Abfallberater), LA Cornelia Hagele (Vize-Bgm. und Umweltausschuss-Obfrau Telfs), Christoph Schaffenrath (Leiter Umweltbüro Telfs), Josef Hausberger (ATM) und Benni Sailer (Leiter Abfallwirtschaftszentrum Telfs)
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TELFS. „Apfelbutzn rein, Plastik nein“ heißt die neue Kampagne die die Mülltrenn – Moral in Tirol verbessern soll. Telfs ist einer der Vorreiter des Projekts und möchte mit gezielten Maßnahmen die Umwelt schützen und Geld sparen.

Teure Fehlwürfe

Plastik, Metall, etc. haben in der Biotonne nichts verloren. Es ist nicht nur umweltschädlich und verschwendet unnötig Energie, sondern schlägt auch auf die Geldtasche. Tirolweit entstehen im Jahr Kosten von 9 Mio. € aufgrund von falscher Mülltrennung. Laut Benni Sailer, Leiter des Telfer Abfallwirtschaftszentrums, liegt das Problem vor allem bei Wohnanlagen. Wenn es einen Sammelmüll gibt, häufen sich die teuren Fehlwürfe. Vize-Bgm. LA Cornelia Hagele nennt Zahlen:

„Wir verzeichnen pro Jahr 10 bis 15 Prozent Fehlwürfe, was in etwa € 50.000,- an Mehrkosten entspricht. Die Entsorgung des Restmülls ist dreimal so teuer wie jene des Biomülls. Dieses Geld könnten sich die Kommune und damit die BürgerInnen locker ersparen.“

Einfamilienhäuser hingegen haben in Telfs eine hohe Trennmoral. Mit der neuen Apfelbutzn Kampagne soll das Trennverhalten weiter verbessert werden.

Ampelsystem als Lösung

Für die praktische Umsetzung gibt es nun ein neues Ampelsystem. Anhand zweier Anhänger, kann der Biomüll nun gekennzeichnet werden. Für vorbildliches Trennen, wird die Biotonne mit einer grünen Ampel versehen. Bei zu hohem Störstoffgehalt wird die rote Ampel vergeben. Sie dient als Information für die Bürger und als Hinweis, beim nächsten Mal aufmerksamer zu trennen.

Bewusstsein schaffen

30% aller Stoffe, die tirolweit im Biomüll landen, gehören in eine andere Tonne. Die dadurch entstehenden Mehrkosten belaufen sich im Jahr auf 9 Mio. €, wie letzte Woche bei einer Pressekonferenz im Rathauscafe Telfs besprochen wurde. Das ist viel Geld, das anderweitig investiert werden könnte. Telfs ist auf einem guten Weg, hat in den letzten zehn Jahren die Kosten für die Mülltrennung halbieren können und investiert jährlich „nur“ € 50.000,-. Damit liegt Telfs unter dem Tiroler Durchschnitt. Umweltausschuss-Obfrau Hagele:

„Die Telfer trennen gut und haben auch die Möglichkeit dazu.“

Doch auch diese Summe kann in Zukunft mit dem richtigen Ansatz vermindert werden. Am wichtigsten ist es, bei den BürgerInnen ein Bewusstsein für das richtige Trennen und auch für die enormen Summen zu schaffen, die beim falschen Trennen entstehen. Sonst wandern Millionen in die falsche Tonne.

Alle packen mit an

Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Ziels sind das Land Tirol, ARGE Kompost & Biogas Tirol, die Tiroler Obst- und Gartenbauvereine, ATM (Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH) und weiterer Abfallverbände verantwortlich, die dieses Ziel mithilfe von Förderung durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus erreichen wollen. Josef Hausberger, technischer Leiter der ATM:

„Wir wollen erreichen, das Bioabfall nicht als Müll, sondern als Rohstoff gesehen wird. Information und Motivation sollen zu einer nachhaltigen Qualitätsverbesserung des Tiroler Bioabfalls beitragen. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Gemeinden daran beteiligen. Telfs geht einmal mehr mit gutem Beispiel voran.“

Hans Gellner (ATM Abfallberater), LA Cornelia Hagele (Vize-Bgm. und Umweltausschuss-Obfrau Telfs), Christoph Schaffenrath (Leiter Umweltbüro Telfs), Josef Hausberger (ATM) und Benni Sailer (Leiter Abfallwirtschaftszentrum Telfs)
Das System ist simpel: Grüne Ampel für vorbildliche Trennung, rote Ampel für verschmutzten Biomüll.
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