Robert Kaufmann: "Insgesamt haben wir ein hohes Niveau in der ambulanten und stationären Versorgung erreicht."

Robert Kaufmann, Geschäftsführer im Zirler Sozialzentrum ´szenzi.
  • Robert Kaufmann, Geschäftsführer im Zirler Sozialzentrum ´szenzi.
  • hochgeladen von Georg Larcher

Die Pflege-Versorgung wird heute immer bedeutender. Wie ist die Situation im Sprengel Zirl von der Auslastung her?
ROBERT KAUFMANN: Die Auslastung im ´s zenzi ist liegt seit vielen Jahren bei ca. 95%. Heute zeigt sich, dass die Prognosen und Planungen, die vor der Errichtung unserer Hauses gemacht wurden, eingetreten sind. Die ambulante Betreuung durch den Sozial- und Gesundheitssprengen im Rahmen der Hauskrankenpflege und Heimhilfe hat im gleichen Zeitraum stetig zugenommen. Insgesamt ist aber auch eine große Zunahme im Bereich der 24 Stunden-Betreuung festzustellen.

Wie viel Personal ist derzeit im Heim bzw. auswärts tätig? Wo besteht mehr Bedarf?
Derzeit beschäftigen wir im Sozialzentrum und im Gesundheits- und Sozialsprengel Zirl 73 Menschen. Davon sind 3 Zivildiener. 85% der Beschäftigten sind Frauen, viele davon arbeiten in Teilzeit und kommen aus Zirl oder der Umgebung. Damit sind wir ein wichtiger Arbeitgeber der auch vielen Weidereinsteigerinnen flexible und familienfreundliche Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Bei uns ist die Nachfrage nach Hauskrankenpflege nach wie vor größer als in der Heimhilfe.

Wie schwierig ist es Personal für die mobilen Betreuungsdienste zu finden?
Heute ist es deutlich leichter qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen für die Pflege und Betreuung zu finden als noch vor fünf Jahren. Jetzt tragen Maßnahmen wie die Erhöhung der Ausbildungsplätze, die Unterstützung bei der Berufsbegleitenden Ausbildung usw. Früchte. Im ´s zenzi und im Sprengel bieten wir attraktive Arbeitsplätze und ein gutes Betriebsklima, und haben auch dadurch seit vielen Jahren keine Personalengpässe.

Wie sehr hat sich der Pflegeberuf geändert, hinsichtlich Ausbildung, Anforderungen?
Derzeit steht die Novelle zum Gesundheits- und- Krankenpflegegesetzt (GuKG) in Begutachtung. Mit diesem neuen Gesetz, das voraussichtlich ab 2016 gilt, wird auch die Ausbildung in den Krankenpfllegeberufen auf neue Beine gestellt. Dies wird auch auf Sprengel und Heime große Auswirkungen haben, weil der selbstverantwortliche Bereich in den Berufsgruppen deutlich aufgewertet wird, damit aber auch die Verantwortung für jeden einzelnen steigt. Die Anforderungen im Pflegeberuf steigen stetig, Fort- und Weiterbildung sind ganz wichtig um immer am letzten Stand zu sein.

Wo besteht derzeit politisch oder von der Struktur her Handlungsbedarf?
Insgesamt haben wir in Tirol ein hohes Niveau in der ambulanten und stationären Versorgung erreicht. Trotzdem gibt es noch einige „Baustellen“ an denen wir arbeiten müssen, um für die Menschen, die Pflege brauchen, gute, individuelle und finanziell leistbare Lösungen zu finden, etwa die Erarbeitung eines einheitlichen Leistungskataloges für die Pflegeheime, ein neuer Personal/Zeitschlüssel, der den Anforderungen moderner Pflege entspricht, Standards und Kontrollmechanismen, die die derzeit boomende 24 Stunden-Pflege steuern, der Ausgleich von finanzielle Härtefällen bei der Bezahlung der Pflegekosten usw.

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