Fasnacht und Schleicherlaufen 2020 in Telfs - mit Video
Telfer Fasnachtler verabschiedeten ihren Naz

Die Trauer war nicht zu übersehen: Der Naz erlag dem "Corona-Bierus"!
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  • Die Trauer war nicht zu übersehen: Der Naz erlag dem "Corona-Bierus"!
  • hochgeladen von Georg Larcher

TELFS. Ganz Telfs war am Abend des Faschingsdienstag im Trauerflor, als der Naz zu seinem Grab am Wasserbichl getragen wurde. Die Fasnachtszeit endete in Telfs so wie sie begonnen hatte, mit markigen Sprüchen aller Fasnachtsgruppen, die die vergangenen Wochen und den Höhepunkt, das Schleicherlaufen am 2.2.2020, nochmal Revue passieren ließen.

Naz erlag dem "Corona-Bierus"

Bereit am Vortag wurde das Begräbnis der Telfer Fasnacht angekündigt, plötzlich und unerwartet hat der jüngste Spross die Hegl und Moschn und ganz Fasnachts-Telfs verlassen, zugrunde gegangen am heimtückischen "Corona-Bierus", es halfen auch keine sofortigen Quarantäne-Maßnahmen, es kam so wie es kommen musste.
Alle fünf Jahre versammeln sich am Vorabend des Aschermittwoch Tausende Zuschauer am sog. "Sauplatzl" am Telfer Obermarkt, um die Fasnachtspuppe auf seinem Weg zur letzten Ruhestätte zu begleiten. Wie beim Naz-Ausgraben wurde auch beim Naz-Eingraben die Zeremonie über eine große Videowand für alle sichtbar gemacht.
Beim Marsch durch das Dorf war allen zum Heulen zumute. Die Laninger mit ihren Ziehorgeln gingen voraus, es folgte der Kranz und schließlich der blaue Sarg, darin trugen sie ihr "liabstes Kind" zum Sandhaufen. Dahinter folgte das Fasnachtskomitee, ausgestattet mit einem Riesen-Tuch, um den enormen Tränenverlust aufzufangen, und der Zug aller Fasnachtsgruppen.

Kurzes Video vom Naz-Eingraben am 25.2.2020:

Reibereien und schöne Momente

Es war eine schöne Fasnachtszeit, geprägt von manchen Reibereien und unvergesslichen Momenten, die nochmals mit deftigen und lustigen Kommentaren sowie Szenen bedacht wurden. Sämtliche Gruppen überboten sich gegenseitig mit spektakulären Einlagen, sogar der "Bachoufn", dessen Aufführung am 2.2.2020 selbst Fasnachtsobmann Christian Härting nicht vom Hocker gerissen hatte, bot zum Abschluss noch eine gute Vorstellung.
Der Bürgermeister selbst machte auch eine neue Erfahrung, wie er berichtete: "Hatt i scho bold in da Fruah gnuag ghobt von dem narrischen Treibn, hot mei Frau, die Steffi, gsogt: 'Nana, iatz weart nit hoam gongen, i mecht scho no a bissl länger bleibm'!" Dafür gabs für Steffi natürlich viel Applaus und Jubelschreie.Alle Fasnachtler waren sich einig, nicht jeder hat so eine Frau daheim, und so würden sie lieber ihre "Weiber begraben, anstatt den Naz". Es nützt nichts, nun müssen alle wieder heim, die nächsten fünf Jahre werden hart.
Allein der Glaube auf ein Wiedersehen im Jahr 2025 war der Trost, und darauf wurde nach dem Naz-Eingraben noch ein letztes Mal ordentlich angestoßen.

Die Texte vom Naz-Eingraben ...

... sofern vorhanden, finden Sie unter den Aufführungen über folgende Links:

Bachoufn

Beasn Buam

s Galtmahd

Autor:

Georg Larcher aus Telfs

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