Kaufkraft-Stärkung durch Begegnungszone
Telfs bekommt ein neues Ortszentrum

Visualisierung: So könnte in Zukunft die Untermarktstraße als Begegnungszone aussehen, die Bauarbeiten dafür beginnen im Frühjahr 2020.
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  • Visualisierung: So könnte in Zukunft die Untermarktstraße als Begegnungszone aussehen, die Bauarbeiten dafür beginnen im Frühjahr 2020.
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TELFS (nico/lage). Die Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft traf sich vergangene Woche um die Verschönerung des Ortskerns in Telfs zu besprechen bzw. die Pläne zu begutachten. Es geht hier um die Errichtung einer Begegnungszone, ein Teil des Verkehrskonzeptes 2035. Damit soll der Aufenthalt in der Dorfmitte für Bürger/innen angenehmer gestaltet werden. Dieses Projekt wird ca. 2,7 Mio. € kosten. In seiner Sitzung am Donnerstag, 28. November, hat der Gemeinderat das Projekt und den Kostenrahmen mehrheitlich mit 20 Stimmen (1 Enthaltung GR Herbert Klieber – BLT) beschlossen.
Beim juristisch notwendige Folgebeschluss über die Verordnung der Begegnungszone stimmten GR Norbert Tanzer (SPÖ/PZT) und GV Angelika Mader (ÖVP) dagegen, GR Klieber enthielt sich der Stimme.

Gestaltungsbeirat präsentiert Baumaßnahmen

Architektin Teresa Stillebacher wurde mit der Planung betraut und präsentierte zusammen mit dem Telfer Bauamtsleiter Andreas Kluibenschedl, die geplanten Umbaumaßnahmen und Verschönerungsmaßnahmen. In dieser Planung sind auch Infrastruktur-Abteilungsleiter Manfred Auer, Amtsleiter-Stv. Bernhard Nagl und Raumplaner Erwin Ofner als Gestaltungsbeiräte integriert. Mit einem mehrheitlichen Beschluss steht der Umsetzung nun nichts mehr im Weg.

Wirtschaftsausschussobmann GV Alexander Schatz (Wir für Telfs), Vorsitzender des Gestaltungsbeirates, betont, dass diese Maßnahme eine Grundlage ist, um den Telfer Ortskern aktiv weiterzuentwickeln, es ist ein erster Schritt, auch die Eigentümer und Geschäftsinhaber zu animieren, ihren Teil zur Ortskernbelebung beizutragen.
Dank Eigenmitteln (600.000,-) und zugesagten Bedarfszuweisungen des Landes (650.000,-) müssen nur ca. 1,45 Mio. Euro für das Projekt darlehensfinanziert werden, informiert Bgm. Christian Härting (WFT) den Telfer Gemeinderat.
Kritisch sieht GR Norbert Tanzer (SPÖ/PZT) die Maßnahmen: „Alles schön und gut, aber das kann nur das Beiwerk zur Ortskernbelebung sein. Wir müssen in erster Linie Geschäftsflächen schaffen.“ GV Silvia Schaller (WFT) entgegnet diesem Einwand, der Gemeinde sind hier die Hände gebunden, die Flächen sind nicht in ihrem Eigentum.
Nach Abstimmungen mit den Mitglieder der Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft, die direkt von Umbau betroffen sind, wurden folgende Veränderungen geplant:

Der Untermarkt wird zu Begnungszone:

Das heißt in Zukunft wird in der Untermarktstraße Tempo 20 vorgeschrieben, um den Aufenthalt für Besucher angenehmer zu gestalten. Das Hauptziel des Gesamt-Projekts ist es, die Leute dazu zu bewegen, lieber im Ort zu verweilen. Anstelle der zurzeit bestehenden Straße, werden in Zukunft Pflastersteine verwendet. Die bereits bestehenden Pflastersteine werden gründlich gereinigt. Auf den Pflastersteinen wird sich ein Leitstreifen befinden, der den Autos den Weg weisen wird. Zur zusätzlichen Verkehrsberuhigung werden am Anfang und Am Ende des Untermarktes zwei Kurven in die Verkehrsführung integriert. Was auch bedeutet, dass die Straße wo sie jetzt ist, weiter nach Süden verschoben wird. Am jetzigen Standort der Straße wird ein sogenanntes "Loft" entstehen.
In diesem Loft werden sich Bäume, Wasserelemente und moderne Sitzgelegenheiten befinden. Auch die Beleuchtung wird neu designt. Die neue Begegnungszone wird dann bis zu Volksbank reichen. In Abstimmung mit dem Neubau des Inntalcenters wird ist ein zusätzlicher Ausbau der Begegnungszone, bis hin zum Inntalcenter in Planung. Durch Bauarbeiten in Etappen werden die Geschäfte und der Parkplatz im Untermarkt jederzeit zugänglich sein. Die Bahnhofstraße wird sogar während der gesamten Bauzeit befahrbar sein. Dadurch wird es wenige Einschnitte für die ansässigen Betriebe geben. Patricia Hagele, Obfrau der Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft zum Projekt:

"Es gibt keinen Fortschritt, ohne dass man etwas tut." 

Für den Wallnöferplatz sind zurzeit keine Umbauten geplant.

Baustart ab März 2020

Die Umbauarbeiten im Zentrum sollen im März 2020 starten und voraussichtlich bis September 2020 andauern. Vorher wird das Projekt der Telfer Bevölkerung in einer Gemeindeversammlung vorgestellt. 

Autor:

Nicolas Lair aus Telfs

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