Tun und Machen auf der Bühne

Schauspieler Markus Neuner

Seefeld in Tirol, 01.März 2013

Kommentar von Markus Neuner

Ich bin ein totaler Verfechter gegen das Tun und das Machen auf der Bühne.
Schließlich soll die Arbeit, die der Schauspieler macht, ein Erlebnis sein. Genauer gesagt geht es um das Bewusste und das Unbewusste Handeln in einer Szene. Wie geht Der oder Die zu handelnde Person in der Szene in die Situation? Fakt ist das sich der Schauspieler für alle Handlungen die er auf der Bühne macht rechtfertigen muss. Es gibt kein Handeln ohne Grund. Wenn der Schauspieler seinen Part und seine Aufgabe im Stück kennt und fest verinnerlicht bzw. studiert hat, wird er in der Lage sein die Szene die er zu arbeiten hat aus dem FF wiederzugeben. Was er dazu braucht ist unbedingte Standfestigkeit und das nicht nur im Text. Jeder Schritt muss genauestens durch dacht und geplant sein d.h. der Schauspieler muss sich bewusst sein und wissen warum er in welchem Moment welchen Schritt setzt und warum er genau diesen Schritt unternimmt. Was treibt ihn zu seiner Handlung und was hat diese für eine Aussage. Es gibt für den Schauspieler oder die Schauspielerin keinen Schritt ohne einen Grund oder Hintergedanken. Während der Probe kann der Schauspieler durch das "Erproben" seiner Schritte noch herausfinden ob er richtig oder falsch ist aber sobald er die Bretter betritt muss er sich jeder seiner Schritt genau bewusst sein denn dann gibt es kein zurück mehr. Es ist unmöglich einfach aus einer Situation wieder herauszuspringen wenn man sich gerade auf der Bühne befindet. Bei der Probe ist ein "Nocheinmal" möglich aber sobald die Aufführung da ist sollte jeder Schritt sitzen. Der Schauspieler muss jeden seiner Schritte genau kennen und nachverfolgen können. Als wenn ihn jemand bei jedem seiner Schritte beobachten würde so muss er sie kontrollieren. Ohne auch nur im Ansatz einen Gedanken zu fassen wird er die Aufgaben seines Regisseurs mühelos erfüllen und ihn zufrieden stellen.

Der Schauspieler ist der Schriftsteller und Schriftsetzer seiner eigenen Sprache

Schriftsetzer hat man früher zum Schriftsteller gesagt aber es stimmt beim Schauspieler beides. Über seine Sprache wird er sich bewegen. Er wird seinen gesamten Körper bewegen und kontrollieren lernen weil es die Sprache ist die ihn am Ende bewegt. Aber er lernt sich nicht nur zu kontrollieren sondern auch zu beherrschen. Die Sprache gibt dem Schauspieler ein Tempo vor das ihn entweder schneller oder langsamer werden lässt. Sie lässt ihn tanzen.

Die Einzigartigkeit der Sprache

Die Sprache hat an sich schon etwas wunderschönes und faszinierendes. Sie faszniert über ihren Klang und lässt ganze Bilder entstehen. Über die Sprache werden ganze Bilder erschaffen. Der Klang braucht eine Stimme und die wird ihr entweder vom Sprecher oder Schauspieler gegeben bzw. verliehen. So wird sie Ausdrucksstark. Der Schauspieler, Sprecher und Schriftsteller hat die wundervolle Gabe die Sprache in ihr Klangbild zu übersetzen.

Autor:

Markus Neuner aus Mödling

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