FIS Nordische Ski-WM Seefeld 2019
ÖSV-Teams holen zum Abschluss zweimal Edelmetall

Bronze für Österreich nach einem Kombi-Krimi.
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SEEFELD. Mit einer tollen Bilanz zeigten die Österreicher am vorletzten Tag der FIS Nordischen Ski-WM in Seefeld auf: Silber im Mixed-Teambewerb auf der Normalschanze und Bronze für die Kombi-Staffel. Teresa Stadlober, die nach 30 km als starke Achte die Ziellinie überquerte, lief ein beherztes Rennen vor heimischem Publikum.

Neunte Medaille für Österreich

Das Skisprung-Quartett mit Eva Pinkelnig, Philipp Aschenwald, Daniela Iraschko-Stolz und Stefan Kraft hat mit Silber beim Mixed-Teambewerb die insgesamt neunte Medaille bei den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften für Österreich geholt. Für den Tiroler Aschenwald ein wahres Skisprung-Märchen: „Vor zwei Monaten wusste ich noch nicht, dass ich bei der WM dabei sein werde. Und jetzt gleich zwei Medaillen – das ist unglaublich.“ Auch die Atmosphäre beeindruckte den jungen Zillertaler nachhaltig: „So eine Stimmung habe ich noch nie erlebt – man springt in ein Fahnenmeer.
Die Österreicher machten den Deutschen die Titelverteidigung nicht leicht. Bis zum letzten Durchgang wahrten sie die Chance auf die erste Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen. Eva Pinkelnig brachte im Final-Durchgang der besten acht Mannschaften Rot-Weiß-Rot noch einmal in Front. Zusätzliche Motivation hatte die Vorarlbergerin durch die über 11.000 Fans im Stadion bekommen: „Ich habe am Sprungturm noch das Ende der Nordischen Kombination mitbekommen. Danach sind die Fans gefühlt geschlossen ins Sprungstadion geströmt. Das rot-weiß-rote Fahnenmehr hat mich unglaublich beflügelt.“

Bronze im Kombi-Krimi

Nicht minder spannend gestaltete sich der Teambewerb der Nordischen Kombinierer. Nachdem sich das ÖSV-Quartett Bernhard Gruber, Mario Seidl, Franz-Josef Rehrl und Lukas Klapfer durch ausgezeichnete Leistungen auf der Schanze eine hauchdünne Führung für die Loipe herausgearbeitet hatten, artete die 4x5km-Staffel in einen wahren Kombinations-Krimi aus.
Routinier Bernhard Gruber hatte als erster in der Loipe kurz die Hoffnung auf eine österreichische Goldmedaille aufkeimen lassen: „Die Fans waren ein Wahnsinn. Man wurde richtiggehend getragen von der Masse.“ Auch Seidl streute dem Publikum bei der Nordischen WM in Tirol Rosen: „Eine WM mit so vielen Menschen und dazu noch daheim werden wir wohl alle nicht mehr erleben.“ Erst im Finish musste die ÖSV-Equipe Norwegen und Deutschland den Vortritt lassen. „Es war so hart“, so Schlussläufer Klapfer. „Wer heute selbst auf Langlaufskiern gestanden ist, kann nachvollziehen, dass jeder Meter doppelt anstrengend war mit dem tiefen Schnee“, ergänzte der sprungstarke Seidl. Die Endbilanz der Kombinierer fällt dementsprechend positiv aus. „Dass wir auch beim zweiten Teambewerb eine Medaille abholen konnten, ist sensationell. Vier Bewerbe und vier Medaillen – wir haben einen super Job gemacht und als Team brilliert“, so Franz-Josef Rehrl zufrieden. Gold im Teambewerb ging an Norwegen, die DSV-Equipe sicherte sich die Silbermedaille.

Platz 8 für Österreichs Langlaufhoffnung

Teresa Stadlober, die nach einer starken Verkühlung auf einen Start beim Skiathlon verzichten hatte müssen, lief ein beherztes Rennen und landete am Ende auf dem guten 8. Platz. Lange Zeit hatte die Salzburgerin in der Spitzengruppe mitgekämpft, am Ende fehlten aber doch 2:03,8 Minuten auf die überlegene Siegerin Therese Johaug (NOR). „Die Stimmung heute in Seefeld war ein Wahnsinn. Schon beim letzten Bewerb hatte ich das Gefühl, dass mich alle anfeuern und unterstützen. Das war heute wieder so. Die vielen Fans haben mich so gepusht und unterstützt“, so Stadlober begeistert. „Ich war trotzdem froh, als ich endlich über die Ziellinie gelaufen bin – ich war heute wirklich am Ende meiner Kräfte“, ließ die beste ÖSV-Langläuferin wissen.
Die Doping-Causa nur wenige Tage zuvor bescherten Stadlober und ihren Kollegen schlaflose Nächte, erzählt sie: "Es ist schwer so etwas auszublenden. Aber ich lasse mich nicht wegen zwei Idioten draus bringen und werden weiterhin meine Ziele verfolgen, es wird noch viele weitere Großereignisse geben."
Für den Langlauf-Nachwuchs hatte die Österreicherin auch gleich einen Tipp parat: „Ich hoffe, dass ich ein Vorbild sein kann. Langlaufen ist so ein schöner Sport. Es ist wichtig an sich zu glauben und nicht die Motivation und den Spaß am Langlaufen zu verlieren.“

Bilderserie vom vorletzten Bewerbstag in der Reihenfolge: LL 30 km Damen, Kombination Team 4x5 km und Mixed Team-Springen:

Autor:

Georg Larcher aus Telfs

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