FIS Nordische Ski-WM Seefeld 2019
"WM-Kurs wird auch für die Touristen präpariert."

Martin Tauber ist der "Nordische" Experte im Tourismusverband, als Aktiver hat er gegen Doping-Vorwürfe ankämpfen müssen.
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  • Martin Tauber ist der "Nordische" Experte im Tourismusverband, als Aktiver hat er gegen Doping-Vorwürfe ankämpfen müssen.
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SEEFELD. Martin Tauber ist der "Nordische" Experte und Verantwortliche im Tourismusverband Olympiaregion und hat als ehemaliger ÖSV-Athlet auch den Streckenbau für die WM in Seefeld zusammen mit den TVB-Mitarbeitern koordiniert.
Täglich waren die Mannschaften unterwegs, haben die Strecke für die WM-Bewerbe "fit" gemacht und zusammen mit Partner "Prinoth", dem Hersteller und Lieferanten der Pistengeräte, den Schnee hin und hergeschoben, da wo man ihn gebraucht hat, wie Tauber erklärt. Um den engen Zeitplan gerecht zu werden, waren auch Leih- bzw. Demo-Fahrer von Prinoth im Einsatz.

Profil im Mittelfeld

Vom Streckenprofil her war es keine schwierige WM, erst die Bedingungen, die Temperaturen und der tiefe Schnee, haben es den Athleten/innen schwer gemacht, erklärt Tauber: "Beim Streckenprofil liegen wir im Mittelfeld. Es war von Anfang an die Idee, nach der WM auch Touristen über die Loipen zu lassen. Es war gut, dass wir die Strecke nicht allzu schwer gemacht haben, die Umstände haben es dann schwierig gemacht." Für die Präparierung waren die Verhältnisse aber perfekt, Salz kam erst am Schlusstag beim 50er zum Einsatz, so Tauber: "Damit die Strecke zur Königsdisziplin die richtige Härte hat."

Doping-Causa ist Teil meines Lebens

Der Doping-Vorfall während der WM hat auch Tauber geschockt, er selbst war bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 in eine Razzia verwickelt: "Es ist Teil meines Lebens. Wir haben dann sechs Jahre prozessiert. Ich habe nie gedopt, das zu beweisen, die Wahrheit herauszufinden, haben wir viel investiert. Es ist dann zum Freispruch gekommen, das hat dann aber niemanden mehr interessiert, es waren drei Zeilen in der Zeitung."
Was in Seefeld abgegangen ist, ist bitter, so Tauber: "Ich frage mich, ob dieser Sport überhaupt noch sauber ist! Ich frage mich auch, ob es bei diesen bescheidenen Platzierungen der Athleten Doping braucht. Ich finde es dreist, heutzutage bei den vielen Tests, und wenn man so im Focus steht, das auch noch riskiert." Haben die nur gedopt und dabei das Trainieren vergessen? – fragt sich Tauber. "Wenn wir damals im Continentalcup achter wurden, waren wir enttäuscht, heute darf man damit im Weltcup mitlaufen. Die reden sich den Blödsinn ein, dass es ohne Doping nicht geht. Man muss halt knallhart trainieren!"

Autor:

Georg Larcher aus Telfs

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