Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft: Verkehrslösung für das Zentrum

Gute Stimmung und Diskussion: Vorstand und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft mit GV Alexander Schatz (2. v. re.).
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  • Gute Stimmung und Diskussion: Vorstand und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft mit GV Alexander Schatz (2. v. re.).
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TELFS. Es war eine Premiere für die Aktionsgemeinschaft der Telfer Wirtschaft unter Obfrau Mag. Patricia Hagele. Bei der Jahreshauptversammlung vorigen Donnerstag im neuen Bad-Restaurant „Ritsche“ kam es zu einem regen Austausch mit einem Vertreter der Politik: Gemeindevorstand Mag. Alexander Schatz gab einen kurzen Überblick über die Situation im Ort aus Sicht der Marktgemeinde. Dabei kam auch die Idee einer "Begegnungszone" zur Diskussion. Bevor die Gemeinde erste Schritte in diese Richtung setzt, wollte Schatz die Meinungen der Kaufleute dazu einholen: "Die Gemeinde will keine Experimente machen, künftig wollen wir gemeinsam Lösungen ausarbeiten." Einigkeit herrscht beim Verkehr im Ort, der bringt Belebung, und daher ist eine Fußgängerzone jedenfalls für die Telfer Politik und die Wirtschaft kein Thema, beteuert auch Schatz: "Wir arbeiten am Verkehrskonzept 2035. In zehn Jahren wird es noch viel mehr Verkehr geben, dafür müssen wir vorbereitet sein", so Schatz nach dem Motto: Was jetzt gut ist, muss nicht auch in Zukunft gut bleiben.
Die Meinungen dazu sind noch gespalten, wie im Gremium schnell klar wurde. "Die Leute nutzen oft nicht die Umfahrung, sie fahren gern durch den Ort, nur um auch andere Leute zu sehen, aber es soll auch zügig dahingehen", weiß Heidi Gamsjäger. Eine Begegnungszone, die den Verkehr erheblich einbremst, schreckt diese Autofahrer eher ab, meint sie. Einen Segen, aber auch Probleme gibt es mit den Taxis im Ortskern: Laufende Motoren im Winter wegen der Heizung oder mehrere Taxis, die im Ortskern hintereinander warten, sind ungern gesehen. "Die Taxiunternehmen müssen Regeln einhalten", so Schatz.
Kritikpunkt sind auch die unansehnlichen Fassaden, da sind die Vermieter nachlässig und nehmen auch die 50%-Förderung der Gemeinde kaum in Anspruch. Auch die teuren Quadratmeterpreise sind allen ein Dorn im Auge, wie Schatz erklärt: "Wir bemühen uns, Rahmenbedingungen zu schaffen, um neue Betriebe und Frequenzbringer in den Ort zu locken, aber dann scheitert es an den zu hohen Mietpreisen."

Aufwärtsschwung spürbar

Insgesamt hat sich die Situation im Ort verbessert, es war schon mal viel schlimmer, weiß Annemarie Gamsjäger. Gute Erfahrungen macht auch Daniela Oppeneiger mit ihrem Wollladen am neuen Standort in der Untermarktstraße: "Hier werde ich wieder gesehen, auch von vielen, die nur vorbeifahren, im Auto oder im Bus." Auch der erweiterte Schreier-Parkplatz trägt zum Aufwärtsschwung bei, wie auch der Monatsmarkt, stellt Schatz erfreut fest. Künftig wird es weitere Sitzungen und viel Kontakt mit den Kaufleuten im Ort geben, erklärt Schatz: "Projekte müssen Hand in Hand mit der Wirtschaft umgesetzt werden."

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