Thöni-Gruppe schafft 150 neue Arbeitsplätze in Pfaffenhofen

Pfaffenhofer Bgm. Andreas Schmid, Anton Mederle, Helmut Thöni und Thomas Bock. Im Hintergrund links die Gemeinde Pfaffenhofen, die Kräne zeigen den neuen Thöni-Standort an.
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  • Pfaffenhofer Bgm. Andreas Schmid, Anton Mederle, Helmut Thöni und Thomas Bock. Im Hintergrund links die Gemeinde Pfaffenhofen, die Kräne zeigen den neuen Thöni-Standort an.
  • hochgeladen von Georg Larcher

PFAFFENHOFEN/TELFS. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, dachte sich die Thöni-Firmenleitung bei der Standortsuche. "Wir bekennen uns zum Standort Tirol. Aber das alleine ist es nicht. Der neue Standort in Pfaffenhofen bewirkt große Synergien mit den bestehenden Werken in Telfs und ermöglicht dem Unternehmen weitere Wachstumsschübe", erklärt Helmut Thöni, Vorsitzender der Geschäftsführung, in einer Pressekonferenz zum im Bau befindlichen Vorhaben im Nachbarort. 70 Mio. Euro investiert Thöni in den neuen Werksstandort, alles aus eigener Kraft.
"Ende 2017 konnten wir grünes Licht für diese Betriebsansiedelung geben", erklärt der Pfaffenhofer Bgm. Andreas Schmid. Nach dem raschen Abschluss aller Verfahren konnte im April dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden. Ab 2019 werden in der neuen Produktionshalle unter anderem Teile für die Automobilbranche gefertigt. Im Frühjahr 2019 wird darin das fünfte und bisher größte Aluminium-Strangpresswerk der Firma Thöni mit einer Presskraft von 5600 Tonnen in Betrieb gehen. Unmittelbar daneben wird in einer in Europa bislang einzigartigen Kombination eine sogenannte IHU-Presse eingerichtet. Diese spezielle Presse zur Innenhochdruckumformung wird von Thöni für die Herstellung von hochpräzisen Bauteilen für die Automobilindustrie eingesetzt. In der Branche gilt Thöni als modernstes Strangpresswerk Europas.

150 neue Arbeitsplätze in der Region

Für die Gemeinde Pfaffenhofen bedeutet diese Investition eine große Chance. Thöni bietet in der ersten Ausbaustufe 150 neue Arbeitsplätze, besonders für Facharbeiterinnen und Facharbeiter im Bereich Metalltechnik und Mechatronik. Damit wird Thöni ab 2019 zum größten Kommunalsteuerzahler (ca. 180.000 bis 200.000 Euro pro Jahr) in der kleinen Gemeinde, in der bisher hauptsächlich Klein- und Mittelbetriebe bestehen, berichtet Bürgermester Andreas Schmid und ist glücklich über den Grundstücksdeal und dass die Gemeinde mit der Erschließung der neuen Gewerbezone die Hausaufgaben erfolgreich erledigt und die Voraussetzungen für Firmenansiedelungen geschaffen hat.
Und Thöni freut sich besonders über einen Großauftrag von Daimler, dadurch wird das neue Werk in Pfaffenhofen in den nächsten 8 bis 10 Jahren zu mehr als einem Drittel ausgelastet.

Chancen für Thöni in der Autoindustrie

Auslöser für die Großinvestition in Pfaffenhofen sind unter anderem Wachstumschancen von Thöni im Aluminiumbereich, insbesondere in der Automobilindustrie. Schon seit Jahren beliefert die Firma Thöni namhafte europäische Automobilhersteller. Rund 35 000 Fahrzeuge werden bereits jetzt täglich mit Thöni-Komponenten ausgestattet. Der Werkstoff Aluminium gewinnt dabei in Verbindung mit neuen automobilen Konzepten (z. B. E-Mobilität) unter dem Stichwort „Leichtbau“ immer mehr an Bedeutung.
Mit dieser größten Einzelinvestition in der Firmengeschichte bekennt sich die Thöni-Gruppe klar zum Standort Tirol mit seinen hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit seiner hochwertigen Lehrlingsausbildung und dem Technischen Gymnasium trägt Thöni wesentlich zu top-qualifizierten Fachkräften in der Region bei.

Idealer Standort Pfaffenhofen

Dass mit der Umsetzung des Projekts innerhalb kürzester Zeit begonnen werden konnte, ist der exzellenten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pfaffenhofen und den Behörden des Landes zu verdanken, wie Helmut Thöni erklärt: "Der neue Standort bewirkt große Synergien mit den bestehenden Werken in Telfs und ermöglicht dem Unternehmen weitere Wachstumsschübe."Eine für den Standort Pfaffenhofen bereits vorgesehene zweite Ausbaustufe sieht eine Verdoppelung der Hallenkapazität vor, was die Schaffung von weiteren qualifizierten Arbeitsplätzen in der Region bedeutet.

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