07.08.2017, 09:33 Uhr

10 Stunden-Einsatz der Bergrettung Scharnitz am Breitgrießkarschart

(Foto: zeitungsfoto.at)

Einen zehn Stunden langen Einsatz bewältigte die Bergrettung Scharnitz am Sonntag, 06.08.2017 ab 8:30 Uhr nach einem Alpinunfall am Breitgrießkarschart. Der Patient, ein 42-jähriger Deutscher, wurde unter widrigsten Bedingungen, bei Blitz und Donner und nach einem Aufstieg von ca. 3,5 Stunden erreicht und am Unfallort versorgt.

SCHARNITZ. Der Deutsche übernachtete in einer Biwakschachtel und war gerade auf dem Weg ins Tal. Beim Abstieg verletzte sich der Wanderer am Knie und konnte nicht mehr mit dem Fuß auftreten. Über den Alpinnotruf, der zuerst auf Deutscher Seite empfangen wurde, wurde schließlich die Bergrettung Scharnitz alarmiert, wie Einsatzleiter OLStv. Christoph Waltl berichet.
Acht Bergretter stiegen sofort zum verunfallten Wanderer auf: "Das Wetter war am Anfang noch gut, aber oben am Grat zog dann ein Gewitter auf. Da musste wir dann eine Zeit abwarten." Unter widrigsten Bedingungen wurde der Verletzte versorgt und mit der Gebirgstrage dann vier Stunden lang über das Neunerkar abtransportiert. Der Abstieg war nicht nur wegen dem Wetter gefährlich: "Es ging zum Teil über steile Felsabbrüche abwärts, mit der Trage nicht einfach", so Waltl, auch der Patient, der vier Stunden in der Trage verharren musste, wird diesen Einsatz lange nicht vergessen.
Um ca. 18:30 Uhr wurde der Verletzte dann an Rettung und Notarzt im Tal übergeben.
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