15.09.2014, 10:48 Uhr

Der TWV-Telfs kämpft darum, sich „über Wasser“ zu halten!

Staatsmeister Knabl Alex (Foto: Knabl)

– dass dies nicht an den Schwimmleistungen seiner Athleten liegt, zeigen die Resultate der Athleten. Allen voran unser Staatsmeister Alexander Knabl!

Wie geschickt sich ein Verein fast fünf Monate „über Wasser“ halten kann, wenn ihm weder das Wetter noch die Infrastruktur zur Seite stehen, fasst hier der TWV-Telfs in einem kurzen Resümee zusammen:
Auf Grund dessen, dass das Hallenbad Telfs von Mitte Mai bis Ende September alljährlich seine Tore schließt, wird das intensive Training nach Mittenwald und Innsbruck verlegt. Dies erfordert für alle – die Athleten, die Eltern, wie auch Trainer einen intensiven Mehraufwand.
Trotzdem konnten die Schwimmer am Ende der Tiroler Meisterschaften 24 Medaillen aufzeigen.

Anfang Juli war die Hoffnung auf einen milden Sommer noch groß und man freute sich auf ein Training im Freibad Telfs. „Viele Trainings absolvierten die Athleten bei äußerst grenzwertigen Temperaturen! Teilweise wurde das Training mehrfach in die Kraftkammer vom KSV verlegt, welche die Athleten dankenderweise benützen dürfen“, blickt Obmann Manfred Tabelander zurück.

Doch die Schwimmer ließen sich auch hier nicht aus der Ruhe bringen.
Unser Aushängeschild Alex Knabl, der seit einigen Jahren in Innsbruck mit seinen Schwimmerkollegen vom TWV Innsbruck trainiert, konnte bei den Österreichischen Meisterschaften Anfang August in St. Pölten überraschenderweise – wie er selbst sagt – den Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse über 100 Kraul erreichen.
Gestärkt durch das sensationelle Ergebnis, flog er nach Dubai zum Weltcup!

„Meine Hauptdisziplin, die 100 Kraul, konnte ich in einer Zeit von 50,24sec auf dem 11. Rang beenden. Leider verfehlte ich hier das Finale für die besten 8 knapp genauso wie den Tiroler Rekord von 49.88sec. In meinem zweiten Rennen, den 50 Kraul, konnte ich mit 23,21sec den 18. Platz belegen. Es war eine super Erfahrung zum ersten Mal bei einem Weltcup zu starten und im Schatten der 4 Weltrekorde die in Dubai aufgestellt wurden, internationale Wettkampfluft zu schnuppern“, freute sich Alex!
Während Alex in Dubai seine Erfahrungen sammelte, absolvierten die Masters Schwimmer ein 5-tägiges Trainingsprogramm in Riva (Gardasee). „Leider können wir auf dieses Training nicht wirklich aufbauen, da das Hallenbad erst Ende September wieder öffnet und die Österreichischen Meisterschaften Anfang Oktober sind. Ein paar Trainingseinheiten gehen sich noch in Innsbruck und Leutasch aus um in Steyr wenigstens einigermaßen in Form zu sein,“ so Master Referentin Giesela Eiter.
Dass hier der Verein einiges zu tragen hat, finanziell, zeitlich wie auch vom organisatorischen Aufwand her, lässt sich leicht nachvollziehen. Die Befürchtung, dass uns Athleten unter anderem auf Grund der fehlenden Infrastruktur „davonschwimmen“ hat sich leider mittlerweile bestätigt. „Wir werden uns weiterhin bemühen, Trainern, Eltern, Betreuern und natürlich unseren Athleten alles zu bieten, was in unserer Macht steht. Was darüber hinaus geht wird von anderen entschieden und lässt uns nur hoffen, dass die Wertigkeit von einem Verein nicht ganz übersehen wird!“ so Obmann Manfred Tabelander!
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