29.01.2018, 15:34 Uhr

Der warme Jänner 2018 brachte viel Schnee

Romans Cartoon der Woche: Die Gemeinde kamen mit dem Räumen von Straßen und Gehwegen kaum nach. Die Leute hatten Verständnis, kaum jemand hat mit solchen Schneemassen gerechnet. (Foto: Cartoon Roman Ritscher)

Starker Schneefall forderte die Gemeinden. Ein im Schnitt 3°C wärmerer Jänner 2018 brachte viel Niederschlag.

REGION. Nach den heftigen Schneefällen am Wochenende vom 19. bis 21. Jänner 2018 hatten Private und vor allem die öffentliche Hand alle Hände voll zu tun, die weiße Pracht wieder zu beseitigen. Selbst auf dem schneeverwöhnten Seefelder Plateau wunderte man sich über diese Menge, die vom Himmel kam. Das Weltcup-Wochenende in Seefeld war auch ohne die weiße Pracht von oben längst gesichert, die Schneemassen bereiteten den Organisatoren zusätziche Arbeit.
Die Lawinengefahr - es galt sogar die höchste Stufe 5 - beruhigte sich erst nach einigen Tagen (am Montag 29.1. Lawinenwarnstufe 2 = mäßige Gefahr).
Viele Straßen mussten spätestens ab Sonntag, 21.1., wegen der Lawinengefahr gesperrt werden, der Grenzübergang bei Scharnitz war eineinhalb Tage lang zu: "Da es doch etwas kälter wurde und somit die Schneedecke sich verdichten und absinken konnte, konnten wir die Sperre wieder aufheben", berichtet die Scharnitzer Bgm.in Isabella Blaha.

Warmer Jänner, viel Niederschlag

Es war im Jänner zu warm, und da gibt es mehr Niederschlag, meint der Inzinger Hobby-Meteorologe Dietmar Gspan: "Der Jänner 2018 liegt bei der Temperatur derzeit fast 3° C über dem normalen Mittel. Grob gesehen ist im Zeiraum 1.1.2018 bis jetzt gut das dreifache an Niederschlag gefallen als sonst", so Gspan. Demnach gab's am Flughafen Innsbruck im heurigen Jänner 118 mm Niederschlag, bisher 37 mm! Laut der Hydrographie sind es in Inzing normalerweise 30 mm Niederschlag, im Jänner 2018 waren es 148 mm! "Die Schneehöhen sind überdurchschnittlich hoch.
Schneehöhen vom 29.1.: Magdeburger Hütte (Zirl): 110 cm; Seefeld: 107 cm; Rauthhütte: 162 cm (max 200 cm vor Setzung); Leutasch: 126 cm; Küthai Speicher Längental: 153 cm.
Zudem war es im gesamten Zeitraum sehr windig,
in den Hochlagen sehr stürmisch mit Orkanböen. Zudem interessant: Die rasche Abfolge von Warm und Kaltfronten und noch keine Kältewelle!

(Daten-Quellen: ZAMG, Hydrografie Tirol, TIWAG und LWD Tirol)
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