20.09.2014, 14:47 Uhr

Diktatoren First Ladys talken im Keller

(Foto: Kellertheater)
IBK (bine). „Politik ist kein Beruf, Politik ist ein Zustand“ und verlangt oft nach „schusssicheren BHs“, Ideologien von „Liebe und Schönheit“, eingefrorenen Ehemännern und Ehefrauen, die im Hintergrund eigentlich das Zepter in der Hand halten und die Fäden ziehen. Bestickt mit vielen Originalzitaten und unter der Regie von Manfred Schild herrscht derzeit im Kellertheater apfelgrüne Talkshow-Stimmung. Denn in „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ von Theresia Walser sitzen drei Gattinnen (Bernadette Heidegger als Margot, Elke Hartmann als Imelda und Susan La Dez als Leila) von ehemaligen Diktatoren „am heißen Stuhl“, weil ihr Leben verfilmt werden soll. Sprudelnd widmen sich die schauspielerisch herausragenden Diven dem Tyranninnen-Smalltalk, der vom ebenfalls schauspielerisch beeindruckenden Dolmetscher bzw. „Brückenbauer“ Gottfried (Florian Eisner) fast wahrheitsgetreu gelenkt wird und schlussendlich in einer "kosmischen Tragödie" endet, weil der Mensch das „ständige Nachwachsen“ nicht beenden und im Grunde „von der Freiheit frei sein will“. Sei es die „Lady Macbeth von Karthago", Frau Margot, die eine „Idee“ ist, die angeberische Opernliebhaberin Imelda oder der unterwürfige Gottfried, der immer einen Satz voraus sein möchte. Im Grunde ist alles ein Zustand, nicht nur die Politik.
Weitere Termine: 20., 23.-27., 30. September und 1.-4., 7.-11., 14.-18., 21.-23. 25. Oktober, jeweils 20:00 Uhr. Tickets: www.kellertheater.at oder 0512/580743.
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