17.09.2014, 07:30 Uhr

"Leistbares Wohnen ermöglichen"

Maßnahmenpaket zum Thema "Leistbares Wohnen" mit Beteiligung aller Fraktionen in Zirl ausgearbeitet.

ZIRL (sz). "Wir wollen für die ZirlerInnen leistbares Wohnen ermöglichen und neue Wohnflächen schaffen", sind sich alle fünf politischen Lager in Zirl einig und ziehen zu diesem Thema an einem Strang. Rund 100 Wohnungssuchende werden in der Gemeinde derzeit registriert.

Arbeitskreis
Bgm. Josef Kreiser: "Anhand der demographischen Daten der letzten zehn Jahre kann festgehalten werden, dass pro Jahr rund zehn bis 15 geförderte Wohneinheiten notwendig sind. Dieses Ziel wollen wir nach entsprechender Vorlaufzeit erreichen." Aus diesem Grund wurde über die Sommermonate der Arbeitskreis "Wohnen in Zirl" geschaffen, an dem jeweils zwei Gemeindemandatare jeder Fraktion beteiligt waren. "Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, eingefahrene Wege zu verlassen, neue Ideen einzubringen und wir haben auch eine gemeinsame Basis gefunden", erklärt Arbeitskreis-Vorsitzender Thomas Öfner. Die im Grundsatzpapier vorgeschlagenen Maßnahmen seien aber keine "Wundertüte" und eine Politik der kleinen Schritte.

Neue Wege
"Als 'Leistbares Wohnen' sind Wohnungen zu verstehen, die zu einem Nettomietpreis (Kalt) von max. € 6,- pro qm Wohnfläche angeboten werden können (bei VK bis € 2.500,-/qm WNFL)", wurde die Zielsetzung im Arbeitspapier definiert. Derzeit, führt Hannes Unterluggauer aus, liege die Verkaufspreis-Untergrenze im Schnitt bei 3.000 bis 4.500 Euro.
Um nun ein kostengünstigeres Wohnen in Zirl zu ermöglichen wurden mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen. So strebt man u.a. eine Neuausarbeitung der Stellplatzverordnung und Reduktion der vorgeschriebenen Stellplätze an.
Weiters ist für die Fraktionsmitglieder eine Förderungsmöglichkeit in der Höhe der vorzuschreibenden Erschließungskosten vorstellbar. Auch an die Genehmigung höherer Baudichten wurde im Arbeitskreis gedacht. Diese wolle man im Einzelfall genehmigen, so Kreiser.

Flächenerweiterung
"Hierbei handelt es sich aber um moderate Dichterhöhungen, denn wir wollen keine Ghetto-Siedlungen und keine Hochhäuser in unserer Gemeinde schaffen", so der einhellige Tenor. Um die Baumöglichkeiten auszuweiten, wurden außerdem mehrere Flächen ausfindig gemacht, die künftig für diese Zwecke umgewidmet werden könnten. Genannt wurden das Zentrum, Dornach, Schönau, Am Weingarten, Eigenhofen, Zirler Böden, Obere und Untere Ehnbachfelder - Auf eine Fläche festlegen wollte man sich vorab nicht. Auch, dass die Gemeinde selbst als Bauträger auftritt, ist für einige des Arbeitskreises vorstellbar.
Der ausgearbeitete Wegweiser zum Thema "Leistbares Wohnen in Zirl" wird in der kommenden Gemeinderatssitzung den Mandataren zum Grundsatzbeschluss vorgelegt.
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