28.06.2017, 10:44 Uhr

Neue Klimaschutzbeauftragte für Innsbruck Land

Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig (links) und Klimabündnis-Geschäftsführer Andrä Stigger (rechts) zeichneten die stolzen AbsolventInnen aus: Klaus Nagl aus Thaur, Maria Theresia Halder aus Kematen, Tanja Jenewein aus Mieders, Maria Gapp und Lisa Gruber aus Reith bei Seefeld, Petra Kofler aus Ranggen, Christoph Klocker aus Axams und Andreas Larcher aus Rum (von hinten links). (Foto: Klimabündnis Tirol)

In einem europaweit einzigartigen Lehrgang wurden 28 neue Klimaschutzbeauftragte für Tirol und Vorarlberg ausgebildet. Mit acht AbsolverntInnen ist der Bezirk Innsbruck Land am stärksten vertreten.

BEZIRK. Klimaschutz fängt in der Gemeinde an, sind sich die frischgebackenen kommunalen Klimaschutzbeauftragten einig. 23 TirolerInnen, vier VorarlbergerInnen und eine Südtirolerin schlossen vergangene Woche den Praxislehrgang von Klimabündnis Tirol und Energieinstitut Vorarlberg ab.
Von Februar bis Juni wurden in Tirol und Vorarlberg fünf Module zu allen relevanten Klimaschutzthemen abgehalten. Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden standen dabei im Mittelpunkt. Am Freitag erhielten die TeilnehmerInnen das Zertifikat zur/zum Kommunalen Klimaschutzbeauftragten von Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig überreicht.
Von Mobilität, Energie und Konsum bis hin zu Bodenschutz, Raumplanung und Forstwirtschaft erhielten die 28 TeilnehmerInnen des Klimaschutzlehrgangs einen breit gestreuten Überblick über die Problemfelder des Klimawandels – Lösungsansätze inklusive. „Uns war es wichtig, den TeilnehmerInnen konkrete Werkzeuge in die Hand zu geben, um in ihren Gemeinden wichtige Klimaschutzmaßnahmen umsetzten zu können. Wir haben uns deshalb bemüht einen sehr praxisorientieren Lehrgang anzubieten. Ich freue mich, dass s wir nun so gut ausgebildete KlimaschützerInnen in den Gemeinden haben“ berichtet Andrä Stigger, der Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol.

Neben namhaften KlimaforscherInnen wie Helga Kromp-Kolb von der Universität Wien, wurden auch zahlreiche Best Practice Beispiele von Österreichischen Gemeinden vorgestellt. Im Rahmen von Projektarbeiten entwickelten die Teilnehmenden konkrete Klimaschutzkonzepte für die eigene Gemeinde. Ergebnis des Lehrgangs sind somit „zahlreiche Vorzeigeprojekte, die den Gemeinden und der lokalen Wirtschaft neue Perspektiven bieten und die Innovationskraft in der Region stärken“ so Andrä Stigger.
In Axams entstand beispielsweise ein Workshop zur Herstellung und Verwendung von Schwarzerde und in Reith bei Seefeld ist ein Bodenlehrpfad in Planung. „Der Lehrgang war sehr informativ und hat mein Bewusstsein für die ökologischen Zusammenhänge geschärft und die vielseitigen Möglichkeiten der Umsetzung auf der Gemeindeebene aufgezeigt“ berichtet Maria Theresia Halder aus Kematen. „Klimaschutz ist die Zukunft – unsere Kinder haben ein Recht darauf“ ergänzt Klaus Nagl aus Thaur.

Über Klimabündnis Tirol

Der Verein Klimabündnis Tirol ist Teil des größten kommunalen Klimaschutz-Netzwerks Europas. Die globale Partnerschaft verbindet mehr als 1.600 Gemeinden aus 20 Ländern in Europa mit Indigenen Organisationen des Amazonas-Regenwaldes. In Tirol sind das Land Tirol sowie 65 Gemeinden, 17 Betriebe und 21 Bildungseinrichtungen (Stand 2016) dem Klimabündnis beigetreten und haben sich zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen und zum Schutz des Regenwaldes verpflichtet. Mit Projekten, Umweltbildung und Veranstaltungen setzt sich das Klimabündnis Tirol für umweltfreundliche Mobilität, einen nachhaltigen Lebensstil und eine klimagerechte Welt ein.
www.tirol.klimabuendnis.at
www.facebook.com/klimabuendnis.tirol
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