03.04.2017, 10:28 Uhr

Rechnungsabschluss in Telfs mehrheitlich für gut befunden

Die Wildmoosalm war Schauplatz der letzten Telfer Gemeinderatssitzung, der Rechnungabschluss war ein Hauptthema.

Die Telfer Jahresrechnung wurde vorige Woche im Gemeinderat mehrheitlich beschlossen: 17 Mandatare stimmten für den Rechnungsabschluss, drei dagegen (zwei der drei ÖVP-Gemeinderäte und GR Herbert Klieber, BL) und einer enthielt sich der Stimme (GR Tanzer).

TELFS. Mit klarer Mehrheit beschlossen hat der Telfer Gemeinderat am 30. März die Jahresrechnung 2016. Der Rechnungsabschluss weist im ordentlichen Haushalt (OH) Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben von 34,9 Mio. Euro und schließt mit einem Überschuss von 13.586 Euro ab. Im außerordentlichen Haushalt (AOH) stehen Gesamteinnahmen von 4,1 Mio. Euro sowie Gesamtausgaben von 3,4 Mio. Euro zu Buche. Er schließt mit einem Überschuss von 701.564 Euro ab.
Durch Grundankäufe konnte das Gemeindevermögen vermehrt und damit der Haushalt positiv abgeschlossen werden, erklärte Bgm. Christian Härting (WFT).
Der Schuldenstand beträgt inklusive der beträchtlichen Investitionen ins Telfer Bad 48 Mio. Euro, der Verschuldungsgrad liegt unter 35 Prozent. Die Gemeindesteuern und -gebühren wurden im Wesentlichen nur marginal erhöht.
Überprüfungsausschuss-Obmann GR Wolfgang Gasser (FPÖ) attestierte die saubere und ordentliche Finanzgebarung durch die Kassenverwaltung um Referatsleiterin Doris Schiller: „Der Ausschuss gibt die einstimmige Empfehlung, den Bürgermeister zu entlasten."
GR Mag. Norbert Tanzer (PZT/SPÖ) wünscht, dass die Gemeinde mehr zweckgebundene Rücklagen bildet.
GV Angelika Mader (ÖVP) „stört, dass man nicht mehr Rücklagen bildet". Es gäbe noch viele Möglichkeiten zu sparen: "Der Überschuss von 13.000 Euro schaut zwar gut aus, aber wohin führt das in den nächsten Jahren?"
GR Herbert Klieber (BL) warf ein, die Gemeinde hätte auch Verkäufe getätigt und damit zur Budgetkonsolidierung beigetragen. „Die Erschließungskosten stiegen in drei Jahren um 100 Prozent, das tut den betroffenen Bürgern sehr weh! Und die Waldumlage wurde auch eingeführt."
Für Vize-Bgm. Christoph Walch (grüne) ist diese Jahresabschlussrechnung wie ein Endjahreszeugnis, "und das fällt für Telfs sehr gut aus!" Vor allem was die Franken-Darlehen betrifft ist Telfs nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Durch strikte Einhaltung des internen Sparbeschlusses hätten „die Mitarbeiter schnell reagiert und uns vor Schaden bewahrt."
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