29.09.2017, 14:47 Uhr

Seilbahn- und Kunst-Projekt verbindet Telfs mit Mexiko-City

Dr. Lukas Emberger und Altair Lopes aus Mexiko. Dem Künster gefällt in Tirol besonders das gute Klima, die Luft und die Berge.

Eine Seilbahn verbindet Telfs mit Mexiko-City - im übertragenen Sinn: Die in Telfs ansässige Firma LEITNER ropeways installierte eine urbane Seilbahn in einem bevölkerungsreichen Stadtteil von Mexico City - und ein Künstler aus Mexiko wurde nach Telfs eingeladen, um hier ein Kunstwerk zu schaffen.

TELFS. Der Gast aus Mexiko fühlt sich wohl in Telfs, Altair Lopes ist begeistert von dem Klima, der guten Luft und die Berge in Tirol. Beim BEZIRKSBLÄTTER-Lokalaugenschein am Mittwoch, 27.9., auf dem Areal hinter dem TelfsPark gibt sich der Künstler locker, er lächelt befreit und hantiert mit einer farbigen Sprühlack-Dose. Sein Werk ist fast fertig, ein riesiges Gemälde auf der nach Süden ausgerichteten Rückwand des Einkaufszentrums – direkt vis a vis dem Bürogebäude der Firma LEITNER ropeways. Aus dem kommt gerade Dr. Lukas Emberger, er leitet den Standort Telfs des Südtiroler Seilbahnherstellers: "Altair Lopes verschönert gerade den Ausblick für unsere Mitarbeiter", erläutert er und erklärt die Idee hinter diesem Kunstprojekt: Es geht um eine Spendenaktion. Die Firma Leitner will mit den Kosten für das Wandgemälde eine Stiftung unterstützen, die Kinder in Mexiko hilft, erklärt Embacher.

Urbane Seilbahn für Mexiko

LEINTER ropeways hat die erste urbane Seilbahn Mexikos gebaut, die verbindet die Menschen im bevölkerungsstarken Stadtteil von Mexiko City (siehe zur Sache unten). Teile davon kommen direkt aus dem Werk in Telfs.
43 regionale und internationale Künstler bemalten in der Hauptstadt Mexikos Stationen, die das Stadtbild beleben (siehe Fotos aus Mexiko unten). Einer der Künstler ist Altair Lopes aus Playa del Carmen.
Den engagierte LEITNER zur Belebung einer großen grauen Fläche im Telfer Gewerbegebiet - und dafür fließt auch wieder Geld zurück nach Mexiko: LEITNER unterstützt dort die Seleva-Stiftung, welche die kriminell gewordene Kinder wieder in die Gesellschaft integriert und deren Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung fördert. "Dafür und auch aufgrund des schweren Erdbebens Anfang September in Mexiko hat sich die Unternehmensgruppe Leitner entschieden, die Wandmalerei gegenüber dem Telfer Bürogebäude in Auftrag zu geben und dadurch die Seleva Stiftung zu unterstützen", erklärt Embacher.

Mexikanisches Werk 2017 in Telfs

"Mit meinen Werken möchte ich die zeitgenössische Malerei in eine neue Dimension führen und mich den Wänden widmen", erzählt Lopes, der sein Tun aber weniger der Wandmalerei zuordnen will, sondern seine Technik als "Malerei im Großformat" bezeichnet.
In Telfs ließ sich der 35-jährige Künstler von der Umgebung inspirieren und bringt auch eine Gondel der Firma Leitner in Spiel. Mit den Kindern, die diese Seilbahn spannen, will der Künstler dem Motiv eine spielerische Note geben. Die Kinder sind das Symbol für die Zukunft und für die Hoffnung vor dem Hintergrund einer puren, unberührten Landschaft.

Hier ein kurzes Video dazu




Zur Sache: Leitners Werk 2016 in Mexiko City

Die fast fünf Kilometer lange Anlage besteht aus zwei Kabinenbahnen mit insgesamt 7 Stationen und trägt einen wichtigen Teil zur Lösung von Verkehrsproblemen in Ecatepec de Morelos, einem bevölkerungsreichen Stadtteil von Mexico City, bei. Die erste urbane Seilbahn Mexikos ist täglich 17 Stunden im Einsatz und befördert dabei 17.000 Personen. Sie ist direkt an das öffentliche Verkehrssystem angeschlossen. Für die Bewohner und Besucher von Ecatepec de Morelos bedeutet diese Verbindung eine erhebliche Erleichterung und Verbesserung der Lebensqualität. Der mexikanische Präsident Peña war bei der Eröffnungsfeier am 4. Oktober 2016 dabei.
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