16.08.2016, 11:43 Uhr

Umweltbaustelle „Wankspitze“ im Mieminger Gebirge und Telfs: Wege frei für das Erlebnis Berg

Anlegen des neuen Weges (Foto: Robert Reischl)

Österreichs Wanderwege zählen wohl zu den beliebtesten Möglichkeiten, die Natur zu genießen. Damit das auch so bleibt, hat der Österreichische Alpenverein gemeinsam mit dem Tourismusverband „Innsbruck und seine Feriendörfer“ die Umweltbaustelle „Wankspitze“ organisiert.

REGION. Zwölf Freiwillige verbringen sieben Tage im Mieminger Gebirge, um beschädigte Wanderwege in der Region wieder auf Vordermann zu bringen.
In der Woche vom 14. bis 20. August 2016 finden sich zwölf ehrenamtliche HelferInnen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren in der „Neuen Alplhütte“ ein. Sie kommen aus Wien, Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Tirol und sogar Deutschland zur Umweltbaustelle „Wankspitze“ des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) und haben ein gemeinsames Ziel: Die Instandsetzung von Gebirgswegen rund um das Gebirgsmassiv „Mieminger Kette“ in Tirol.

Das Team um die beiden Projektleiter Helmut Mair und Andreas Bstieler rückt wuchernden Sträuchern, bröckelnden Felswegen und ungesicherten Abhängen mit Pickel, Sägen und Schaufeln zu Leibe. Die Einsatzgebiete liegen dabei auf bis zu 2100 m Seehöhe. „Es ist ein tolles, Gefühl, am Ende des Tages zu sehen, was man geleistet hat“, meint Projektteilnehmerin Carmen Krail. Die beiden Projektleiter wissen: „Die Teilnehmer, vier Mädchen und acht Burschen, wollen der Natur einfach etwas zurückgeben.“

Auch Christoph Stock vom TVB „Innsbruck und seine Feriendörfer“ ist begeistert, er spricht von einer „Win-Win-Situation“. Es sei „keine Pflicht sondern Kür, dass TVB und Alpenverein an dieser Stelle zusammenarbeiten.“ Denn der Sommerurlaub spiele sich in den Bergen ab und hier sei Man Power gefragt. „Steige und Wege müssen in Ordnung gehalten werden.“
Die TeilnehmerInnen brechen am Morgen in zwei getrennten Mannschaften zu den beiden Einsatztorten, dem Wetterkreuz im Alpl und der Wankspitze, auf und kehren erst am späten Nachmittag wieder zur Hütte zurück. Die zu erneuernden Wegstrecken sind zusammen circa 3000 Meter lang, die Arbeitsgruppen müssen dabei mehr als 700 Höhenmeter bewältigen und schuften dafür bis zu 8 1⁄2 Stunden täglich. Unterstützt werden sie dabei von zwei erfahrenen Wegewarten des Tourismusverbandes und der Bergrettung von Telfs, von der Alpl-Wirtsfamilie Thurnbichler und ihrem Team erhalten sie Unterkunft und Verpflegung. +
Ziel ist es, das Benutzen der Wegpassagen für Bergsteiger sowohl angenehmer als auch sicherer zu machen und ihnen so einen uneingeschränkten Genuss der österreichischen Bergwelten zu ermöglichen.

Die Umweltbaustelle „Wankspitze“ ist nach der Veranstaltung „Alpl-Zwölferköpfe“ 2015 bereits das zweite Projekt des ÖAV in dieser Region. Es soll die Arbeit in der Natur und für die Natur mit der Freude an gemeinsamer Aktivität, Teamgeist und neuen Erfahrungen verknüpfen. Aufgrund des großen Erfolgs ist bereits im kommenden Jahr wieder eine Umweltbaustelle geplant.
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