26.07.2017, 10:43 Uhr

Vielzahl an Integrationsprojekten in Tirol

Die Vielzahl an Projekten in Tirol wird von vielen gutgeheißen. (Foto: Foto: Pixabay.com)

TIROL. Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union wurde 2014 ins Leben gerufen, um die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte zu verbessern. Vier Projekte werden gemeinsam mit anderen Bundesländern durchgeführt, weitere drei Projekte finden in dieser Form nur in Tirol statt. Einige Projekte sind regional ausgelegt und werden auch in den Bezirken durchgeführt. Viele davon zielen dabei auch auf die Einbindung der Zivilbevölkerung und die Unterstützung von engagierten Freiwilligen ab.

Sprachliche und fachliche Qualifizierungen


Im Bereich Sprache und Bildung liegt beim Projekt von „Frauen aus allen Ländern“ ein Fokus vor allem auf der Zielgruppe der nichterwerbsfähigen Personen wie Frauen mit Kinderbetreuungspflichten und Jugendlichen. Denn gerade Frauen werden oft von herkömmlichen Bildungs- und Integrationsangeboten nicht erreicht. Aus diesem Grund werden Kurse einerseits mit einer begleitenden Kinderbetreuung, andererseits berufsbegleitend angeboten.
Das Projekt des Vereins menschen.leben ist sehr regional ausgerichtet und zielt daher vor allem auf Deutschlernende ab, die beispielsweise aufgrund ihrer peripheren Wohnsituation noch keine geeigneten Kurse in Anspruch nehmen konnten.

Integrationsberatung und -unterstützung

Das Projekt FamilienTreffen des Roten Kreuzes setzt bei wieder vereinten asylberechtigten und subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingsfamilien an, die durch professionelle und ehrenamtliche Integrationsberatung und -unterstützung eine Starthilfe zur Integration bekommen. Der Diakonie Flüchtlingsdienst dagegen bietet Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten eine Startbegleitung inklusive Wohnberatung, um ihnen sowohl Perspektiven in Österreich als auch integrationsrelevante Inhalte zu vermitteln. Ein weiteres Projekt von ANKYRA – Zentrum für interkulturelle Psychotherapie in Tirol bietet kultursensible, dolmetschunterstützte und traumaspezifische Psychotherapie und psychologische Beratung an. Menschen, die Gewalt, Krieg, Folter und Vertreibung überlebt und schwere Verluste erlitten haben, wird so geholfen, das Erlebte zu verarbeiten. Gleichzeitig wird damit die Voraussetzung geschaffen, erste Integrationsschritte in unserer Gesellschaft zu bewältigen.

Rückkehrberatung

Die Rückkehrberatung der Caritas unterstützt Menschen die aus verschiedensten Gründen Österreich wieder verlassen wollen oder müssen. Dabei werden soziale und persönliche Perspektiven abgeklärt und abgewogen sowie umfassende Informationen über den Ablauf der Rückkehr und die Möglichkeiten im Heimatland vermittelt. Unterstützung gibt es auch bei der Organisation der Reise und dem Neubeginn im Heimatland.

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