30.11.2016, 10:57 Uhr

Zirler Zentrums-Entwicklung Thema im Gemeinderat

Das Ortszentrum ist ein Sorgenkind der Marktgemeinde Zirl.

Zirl Aktiv formuliert einen Antrag an den Gemeinderat, mit den betroffenen Grundeigentümern, im speziellen der Familie Rasinger, in Verhandlungen zu treten, um die im Privateigentum befindlichen Flächen im Ortskern/ Kirchstraße in den Besitz der Marktgemeinde Zirl zu überführen. Bereits seit einiger Zeit ist ein eigener Ausschuss unter Fred Stecher damit beschäftigt, die Entwicklung im Zirler Ortszentrum zu thematisieren. Dafür wurde das Grundsatzpapier "Leben im Zentrum" verfasst.

ZIRL. Das Ortszentrum ist ein Sorgenkind der Marktgemeinde Zirl. Die Pläne eines Investors, einen Großteil der Liegenschaften westlich der Kirchstraße neu zu bebauen, landeten wieder in der Schublade. Zu wenige interessenten meldeten sich für das Vorhaben, damit ist die Finanzierung des Baues nicht gegeben, erklärte Helmut Rasinger im September dieses Jahres gegenüber BEZIRKSBLÄTTER den Grund für die Absage des Zentrumsprojektes (siehe hier: https://www.meinbezirk.at/telfs/lokales/wohn-und-g...)
Nach den Gemeinderatswahlen 2016 setzte sich ein neuer Ausschuss zu diesem Thema zusammen, Referent für die Ortszentrumsentwicklung der Marktgemeinde Zirl ist Fred Stecher. Ziel ist es, einen Entwicklungsprozess einzuleiten, welcher Rahmenbedingungen schafft, die zu einer produktiven und kreativen Entwicklung des Ortszentrums beitragen sollen, heißt es im dafür extra vorbereiteten Grundsatzpapier mit dem Thema "Leben im Zentrum": "Das Grundsatzpapier stellt die Basis für einen produktiven und kreativen Entwicklungsprozess des Ortszentrums von Zirl dar und beschreibt die Entstehungsgeschichte dieses Ausschusses, erklärt Stecher: "Konkret bin ich in meiner Funktion als Referent und Ausschussobmann seit mehreren Wochen mit den Grundeigentümern, explizit mit der Familie Rasinger, in Gesprächen." Details dazu sollen zu gegebenen Zeitpunkt der Öffentlichkeit präsentiert werden und fließen in den BürgerInnenbeteiligungsprozess ein, welcher spätestens mit der nächsten Gemeinderatsitzung gestartet werden soll.
Für diese Sitzung hat auch die Liste "Zirl Aktiv" einen Antrag eingereicht (siehe unten). Stecher meint zum "Zirl Aktiv"-Antrag: "Wir arbeiten fraktionsübergreifend sehr intensiv und konstruktiv an den unterschiedlichsten Themenbereichen und stellen nicht diverse Anträge, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben."

Antrag der Liste Zirl Aktiv

Die Bürgerliste ZIRL AKTIV hat vor der Gemeinderatssitzung am 15.12. einen Antrag bezüglich der weiteren Vorgehensweise im Dorfzentrum, genauer in der Kirchstraße, eingebracht. "Aus unserer Sicht sollte die weitere Entwicklung eines Projekts vorangetrieben werden", erklärt Vize-Bgm. Victoria Rangger (Zirl Aktiv): "Bei einem ersten Gespräch mit dem derzeit größten Grundeigentümer zeigte sich Helmut Rasinger durchaus interessiert an dem von uns formulierten Vorschlag und wäre bereit, entsprechende Gespräche mit der Gemeinde aufzunehmen."

Die Rahmenbedingungen sind anspruchsvoll und schwierig, so listet es die Fraktion Zirl Aktiv auf:
1) Bedarf an größeren Verkehrsflächen für die Gemeinde einhergehend mit einer Neuorganisation des Nord-Süd Verkehrs
2) Ausweitung der Begegnungszone
3) Schaffung von Freiflächen (Grünraum und Plätze)
4) Schaffung von Gewerbe- und Dienstleistungsflächen
5) Schaffung von Wohnraum
6) Flächen für kommunale Einrichtungen
7) Zusätzliche Stellplätze für KFZ (Tiefgarage)
8) Wirtschaftlichkeit für Investoren
9) Verkehrstechnisch bessere Einbindung des B4 in das Ortszentrum

Die ZIRL AKTIV-Mandatare meinen, dass aufgrund des hohen öffentlichen Bedarfes an Flächen im Zentrum (Verkehrs-, Frei-, Parkflächen etc.) eine
Wirtschaftlichkeit des Projektes Kirchstraße für die betroffenen Grundeigentümer nicht erreicht werden kann und deshalb versucht werden muss, die Gestaltungsmöglichkeiten der Marktgemeinde Zirl zu erhöhen.

Antrag an den Gemeinderat

Laut Antrag von Zirl Aktiv soll mit den betroffenen Grundeigentümern, im speziellen der Familie Rasinger, in Verhandlungen getreten werden, um die im Privateigentum befindlichen Flächen in den Besitz der Marktgemeinde Zirl zu überführen. Im ÖROK Neu sollen bei möglichen Baulandumlegungen den betroffenen Grundeigentümern der Kirchstraße Ersatzgrundstücke angeboten werden. In das ÖROK NEU ist ein entsprechender textlicher Passus zu integrieren, um das öffentliche Interesse entsprechend festzuhalten.
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