22.10.2016, 16:56 Uhr

Elisabeth Blanik führt jetzt die SPÖ in Tirol an

Elisabeth Blanik (mitte) freut sich über den überwältigenden Wahlerfolg. Sie folgt dem Roppener Bürgermeister Ingo Mayr nach (re.)

Die SPÖ Tirol hat eine neue Vorsitzende. Die Landtagsabgeordnete und Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik wurde beim Landesparteitag in Zirl als einzige Kandidatin mit 92,78 Prozent zur Vorsitzenden gewählt und wird künftig die Geschicke der Partei lenken. Sie folgt dem Roppener Bürgermeister Ingo Mayr nach, der nicht mehr kandidierte.

ZIRL/TIROL. Der große Saal des neuen Veranstaltungszentrum B4 in Zirl war Schauplatz für einen Wandel in der SPÖ Tirol. "Die Roten haben Zirl zurückerobert, und es ist ein wunderbarer neuer Saal", erklärte Georg Dornauer sen., Landesgeschäftsführer der SPÖ Tirol. Und die Roten wollen auch in ganz Tirol stärker werden, so die Botschaft aller Redner am SPÖ-Wahltag. Nach 7 Stunden Ansprachen, Wahlprozedere und Abstimmungen von über 40 Anträgen und Diskussionen stand um 16 Uhr endlich die neue Vorsitzenden der SPÖ Tirol fest: Elisabeth Blanik erhielt die Unterstützung von 92,78% der Delegierten. 277 gültige Stimmen wurden abgegeben. Blanik freute sich: „Ich danke euch für diesen Vertrauensvorschuss. Eure Unterstützung brauche ich aber auch, wenn es ums Tun geht."
Zu Blaniks StellvertreterInnen wurden Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim, FSG-Vorsitzender Günter Mayr, GVV-Vorsitzender Georg Dornauer jun. sowie Eda Celik, Vorsitzende der Jungen Generation gewählt.

Minister aus Wien und Proteste

Zu den ersten Gratulanten gehörten ihr Vorgänger Ingo Mayr und der aus Wien angereiste Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, der in einer Rede in Zirl betonte, dass die Partei beide Ohren bei den Menschen haben muss. Einige Ohren waren bei Doskozils Ansprache allerdings ganz woanders: Etwa 30 Delegierte verließen den Saal und warteten im Foyer auf das Ende seiner Rede, sehr zum Ärger mancher SPÖler, die dieses Verhalten verurteilten.

Optimismus und Hoffnung

Nicht über die Vergangenheit reden und jammern, sondern in die Zukunft schauen, das müsse der neue Weg sein, für den Blanik bereits konkrete Vorstellungen habe, wie sie in ihrer Ansprache erläuterte. Ihrer neuen Aufgabe werde sie sich mit viel Optimismus und Hoffnung stellen: „Ich stehe vor euch mit großem Respekt und in tiefer Verbundenheit mit der Tiroler Sozialdemokratie“, so Blanik bereits vor der Wahl in ihrer Rede: „Links sein heißt vorausdenken, links sein heißt aber auch Empathie haben für all jene, die sich nicht selbst politisch artikulieren können. Wir Tiroler SozialdemokratInnen müssen gemeinsam diese Partei erneuern, mit einer Stimme sprechen und zusammen für ein besseres Tirol einstehen. Dazu will und werde ich meinen Teil beitragen.“
Thematisch stellte Blanik leistbares Wohnen, die Entwicklung des ländlichen Raumes und insbesondere Bildung in den Mittelpunkt. „Tirol gehört nicht der ÖVP, die leider in vielen Bereichen Klientelpolitik betreibt und sich nicht für das Wohl aller einsetzt. Dagegen werde ich antreten.“
Elisabeth Blanik folgt dem Roppener Bürgermeister Ingo Mayr nach, der nicht mehr für den Vorsitz kandidierte und nach seiner Bilanz über die letzten zweieinhalb Jahre an der Tiroler SPÖ-Spitze mit viel Applaus und stehenden Ovationen die Bühne verließ. Mayr betonte, weiterhin Sozialdemokrat zu bleiben und mitzuwirken, wo und wie auch immer. Er sagte auch Blanik seine volle Unterstützung zu.
Der Umbau des Parteihauses, der Zusammenschluss der Parteiorganisation in Regionen sowie der Abbau von Schulden fallen in Mayrs Zeit als Vorsitzender der SPÖ Tirol.

Victor Adler-Plakette für Günther Wernard

Die Victor-Adler-Plakette ist die höchste Auszeichnung, die die Sozialdemokratie an verdiente FunktionärInnen verleiht. Mit Günther Wernard wurde beim heutigen Landesparteitag der SPÖ Tirol in Zirl ein verdienter Genosse aus Schwaz ausgezeichnet.
Hier zum Bericht:
http://www.meinbezirk.at/telfs/politik/spoe-landes...
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