22.12.2017, 08:59 Uhr

Leutascher Bürgermeister Thomas Mössmer tritt zurück

Seit 14 Jahren und noch bis Ende dieses Jahres ist Thomas Mössmer Bürgermeister in Leutasch.

Aus gesundheitlichen Gründen legt Thomas Mössmer alle seine Ämter in seiner Heimatgemeinde Leutasch und in der Region zurück. Sein Dienst endet offiziell am 26.12.2017 um 24:00 Uhr, wie er gegenüber Bezirksblätter erklärt.

LEUTASCH. Für alle überraschend kommt die Nachricht von Bürgermeister Thomas Mössmer, seine Ämter niederlegen zu wollen. "Erst ein kürzlicher Krankenhausaufenthalt und die mehrfache Ermahnung meiner Ärzte, dass es so nicht weitergehen kann, haben mich zu der Entscheidung geführt kürzerzutreten", begründet Mössmer seinen Rücktritt.

Seit 14 Jahren steht er der Gemeinde Leutasch als Bürgermeister vor, insgesamt steht er schon seit 40 Jahren in Gemeindediensten, zuerst in der Verwaltung, dann als Amtsleiter und nun als Bürgermeister.
Noch bis zum 26. Dezember 2017 um 24:00 Uhr steht er offiziell als Bürgermeister im Dienst, erklärt er. "Ich wollte die Periode noch fertig machen, aber die Gesundheit geht vor. Aber ich bin jetzt nicht sterbenskrank", erklärt Mössmer und möchte seiner Gesundheit wegen vom Gas gehen: "Als Bürgermeister muss man Vollgas geben, halbe Sachen machen geht in diesem Amt nicht."

Die Nachfolge ist noch völlig offen, weder aus seiner Liste noch aus anderen Listen gibt es Leute, die dieses Amt ab 2018 übernehmen wollen, dafür ist die Nachricht vom Rücktritt noch viel zu frisch, erklärt Mössmer.
Bis zu den Neuwahlen, die voraussichtlich im April 2018 stattfinden sollen, muss der junge Vizebürgermeister Georgios Chrysochoidis (28) von der Liste "Für Leutasch", die Amtsgeschäfte weiter führen. Ob er als neuer Ortschef kandidiert, ist noch offen. Seine Liste "Für Leutasch" besetzt 7 von 15 Mandaten im Gemeinderat.
Die Bezirkshauptmannschaft muss sechs Wochen nach dem Bürgermeister-Rücktritt Neuwahlen ausschreiben. Ob dann der Gemeinderat den neuen Bürgermeister wählen muss, weil sich keiner dafür zur Wahl stellt, oder das Volk aus mehreren Kandidaten wählt, ist noch völlig offen.

Offen ist auch noch, wer die anderen Ämter von Bgm. Mössmer übernimmt, wie die Geschäftsführung des Alpenbades, Obmann im Abfallbeseitigungsverband sowie Jagdgenossenschaft Leutasch und Jagdleiter, Kassier beim Sozial- und Gesundheitssprengel auf dem Plateau und Substanzverwalter der Gemeindeagrargemeinschaft.

Stolz ist Mössmer auf die Umbauarbeiten und Erneuerungen im Alpenbad vor einigen Jahren und dass dieser Betrieb nun eine schwarze Null schreibt! Das Bad beschäftigt 22 Köpfe, ist ein wichtiger Frequenzbringer und kommt ohne Gemeindezuschüsse aus. Viele wichtige und große Investitionen liegen unter der Erde begraben - sehr unpopulär, weil unsichtbar, wie Mössmer erklärt, es sind vor allem Kanalisation oder jetzt auch Breitband-Internetanschlüsse: "Es ist viel Geld, das vergraben wird, da es große Strecken sind, die in der weitläufigen Gemeinde bewältigt werden müssen."

Wichtig für Mössmer ist, dass es im Gemeinderat bisher immer recht harmonisch zugegangen ist: "Wir sind immer gut miteinander ausgekommen, es gab keine Streitereien."
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