08.08.2018, 09:07 Uhr

Bauboom im Gewerbepark-West: Neue große Kommunalsteuerzahler für Pfaffenhofen

Höpperger: Im neuen Zentrum sind Büros, Besprechungsräume, Fitnessraum, E-Tankstellen (Photovoltaik) etc. untergebracht, alles barrierefrei. (Foto: Höpperger)

In der noch "frischen" Gewerbezone West in Pfaffenhofen schießen neue Betriebe wie Pilze in den Himmel.

PFAFFENHOFEN. Manche Gewerbezonen haben eine lange Vorlaufzeit und entwickeln sich innerhalb von Jahrzehnten. In Pfaffenhofen erleben wir derzeit Betriebsansiedelungen im Zeitraffer.
Der Reihe nach: BEZIRKSBLÄTTER haben im Februar 2014 als erstes über das Vorhaben berichtet, im Westen der Gemeinde Pfaffenhofen einen Gewerbepark zu errichten. Der "Wilde Westen" von Pfaffenhofen wurde in höchstgeschwindigkeit "zivilisiert": Am Beginn standen die Neutrassierung von Bundes- und Landesstraße mit einem Kreisverkehr östlich Möbelhaus Föger, die ca. 3 ha große Fläche, drei Freiland-Stücke zwischen den Straßen wurden nach den Widmungsverfahren für Betriebsansiedelungen erschlossen.
Dann ging es Schlag auf Schlag: Die Fahrzeugschmiede Heis OG siedelte sich in einer vom Telfer Unternehmer Klaus Waldhart errichteten Halle auf der neuen Gewerbefläche an, eine Ergänzung zur kurz davor in Pfaffenhofen angesiedelten Unterländer Fa. Stöckl. Dann baute Achleitner sein neues Reifenzentrum.

Jetzt wird gerade die nächste Stufe erreicht: Die Autopark GmbH. errichtet auf rund 7.550 Quadratmetern den 5. Autoparkstandort in Tirol mit Werkstätte und Verkaufsflächen für drei bis vier Fahrzeugmarken. 15 bis 25 Arbeitsplätze werden laut Geschäftsführer Mag. Michael Mayr geschaffen: "Mit diesem Standort erfüllen wir den oft gehegten Wunsch unserer Autopark-Kunden aus den jeweiligen Bezirken. Telfs als Drehscheibe im Oberland ist der ideale Standort, zudem wohne ich dort und erfülle mir gleichzeitig einen persönlichen Wunsch damit!" Bis zu 300 Fahrzeuge sollen hier pro Jahr verkauft werden. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant.

Im Südteil des Gewerbegebietes wurde ebenso in kurzer Zeit der Plan der Firma Thöni verwirklicht: Die neue 20.000 Quadratmeter große Werkshalle (230 m lang und 90 m breit, 18 m hoch) soll die Wettbewerbsposition und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens mit Stammsitz in Telfs nochmals deutlich stärken. Am Stammsitz in der Telfer Olympstraße war der Platz zu klein, in Pfaffenhofen ergriff Thöni die Gelegenheit: "Wir bekennen uns zum Standort Tirol. Aber das alleine ist es nicht. Der neue Standort in Pfaffenhofen bewirkt große Synergien mit den bestehenden Werken in Telfs und ermöglicht dem Unternehmen weitere Wachstumsschübe", erklärt Helmut Thöni, Vorsitzender der Geschäftsführung. 70 Mio. Euro investiert Thöni in den neuen Werksstandort, alles aus eigener Kraft.
"Ende 2017 konnten wir grünes Licht für diese Betriebsansiedelung geben", erklärt der Pfaffenhofer Bgm. Andreas Schmid. Ab 2019 werden in der neuen Produktionshalle unter anderem Teile für die Automobilbranche gefertigt. Thöni bietet in der ersten Ausbaustufe 150 neue Arbeitsplätze, besonders für Facharbeiterinnen und Facharbeiter im Bereich Metalltechnik und Mechatronik

Fast gleichzeitig mit dem Baubeginn der Thöni-Werkshalle startete auch Höpperger Recycling mit einem neuen Verwaltungs- und Innovationszentrum, wo künftig 15 bis 20 und in der 2. Ausbaustufe bis zu 30 Mitarbeiter beschäftigt werden, wie GF Thomas Höpperger erklärt: "Wir generieren Innovation aus Tradition. Als Pionier, über die Landesgrenzen hinaus, in der Aufbereitung von diversen Wertstoffen, wollen wir in Zukunft noch tiefer in die Aufbereitung gehen und dadurch den Rohstoffkreislauf schließen. Die Ideen und die Impulse dafür sollen zukünftig in unserem Innovationszentrum entwickelt werden."
Das Zentrum in Rietz bleibt weiterhin bestehen, so Höpperger. Die Investitionssumme für den Neubau beträgt ca. 3 Mio €. Die Fertigstellung für das neue Zentrum ist für das Frühjahr 2019 geplant.
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