Acht Jahre lag hier haushoch Müll

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GOLLING (tres). Geschätzte 10.000 Tonnen an Abfall liegen seit 2007 im hinteren Bereich des Zementwerk-Areals der Firma Leube in Golling und rotten dort mehr oder weniger vor sich hin.

Es handelt sich dabei hauptsächlich um Plastik, Papier und Gummi. Seit die Firma MAMI, die den Mist dort gesammelt und als "Ersatzbrennstoff" betitelt hat, insolvent wurde, ist das Areal mit dem Müll vollgestopft. Seitdem wollte niemand mehr für den Abfall zuständig sein, daher wollte ihn auch niemand entsorgen. Nun zahlt die Räumung der illegalen Mülldeponie der Steuerzahler.

Ist der Boden kontaminiert?

1998 hat die Firma Leube mit MAMI eine Zusammenarbeit begonnen. Der Auftrag war, an Leube Ersatzbrennstoff zu liefern, der aus bestimmten Rohmaterialien, die in dem Abfall - hauptsächlich Kunststoffe - vorkommen, hergestellt wird. Der Sinn war, damit Kohle und Heizöl ersetzen zu können. Nachdem MAMI insolvent wurde, endete die Zusammenarbeit und seitdem ist das Leube-Areal in Golling mit Massen an Abfall angefüllt.

Die Räumung der 10.000 Tonnen an Abfällen wurde europaweit ausgeschrieben, nun bekam die Firma Porr Umwelttechnik GmbH den Zuschlag. Sie will die Kunststoffabfälle zu geeigneten Behandlungs- und Verwertungsanlagen führen. Bis Mitte März 2016 soll die Sanierung der Deponie dauern.
Der Tennengauer Bezirkshauptmann Helmut Fürst teilt mit: "Begleitend werden auch Untergrunderkundungen vorgenommen, ob es durch die Abfalllagerungen zu einer Bodenkontamination gekommen ist. Erforderlichenfalls müssten auch diese Kontaminationen entfernt werden."

Auf der Baustelle werden sich während des gesamten Räumungsverlaufs ein Bauleiter und Polier aufhalten und die Arbeiten beaufsichtigen.

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