Bereit, wenn die Lawine kommt

Punktortung mit der Sonde und graben nach Verschütteten.
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  • Punktortung mit der Sonde und graben nach Verschütteten.
  • Foto: Tennengauer Bergrettung
  • hochgeladen von Julia Schwaiger

SCHEFFAU AM TENNENGEBIRGE (jus). An der diesjährigen Bezirksübung der Tennengauer Bergrettung beteiligten sich 94 Einsatzkräfte. Davon waren 70 Bergretter und 20 von Partnerorganisationen wie Feuerwehr, Rotem Kreuz, Alpinpolizei und Behörden beteiligt. Solche Großübungen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen der Einsatzkräfte und Verantwortlichen und zeigen Stärken und Schwächen des "menschlichen Systems" auf – nachdem die Vorgehensweise der Beteiligten in echten Notsituationen nahtlos ineinandergreifen sollte, sind solche "Proben" äußerst wichtig.

Schwierigste Übungssituationen werden geschaffen

"Wir machen Lawinenübungen in der Regel im Hochwinter, da ist alles am aufwändigsten. So lassen sich schwierigste Situationen üben", sagt Wilfried Seidl, Bezirksleiter der Bergrettung Tennengau.
Übungsannahme war, dass eine fünfköpfige Skitourengruppe von einer Lawine verschüttet wurde. Ein Augenzeuge hat über den Alpinnotruf 140 die Rettungskräfte alarmiert. Schon nach wenigen Minuten waren Einsatzmannschaften von Bergrettung, Feuerwehr, Rotem Kreuz (RK) und Alpinpolizei am Abgangsort in der Oberscheffau eingetroffen und in das Einsatzgebiet unterwegs.

Erfolgreicher Lawinenhund

Die Ersthelfer konnten alle mit LVS-Geräten ausgerüsteten Personen – bzw. vergrabene Rucksäcke und "Dummies", also Übungspuppen – rasch orten und bergen. Eine Person wurde von einem Lawinenhund gefunden. Man hatte der Puppe echtes Skigewand angezogen, sodass der Hund sie erschnüffeln konnte. Während die Mannschaften mit Versorgung und Abtransport der Opfer beschäftigt waren, wurde in der Nähe ein weiterer Lawinenabgang beobachtet und erneut Alarm ausgelöst. So konnten auch die nachrückenden Einsatzgruppen noch zwei Personen bergen und mittels Akija bis zur Übergabe an das RK im Sanitätszelt sicher ins Tal bringen. Die Übung gelang vorbildlich.

Erkenntnis: LVS lebenswichtig

Auch bei der Übung hat sich gezeigt, wie wichtig die Verwendung des LVS Gerätes (= Lawinenverschütteten Suchgerät) und der Umgang damit bei der Suche ist. Insbesondere bei der Kameradenhilfe vor Ort ist es die schnellste und wirksamste Methode, Menschen aus einer Lawine zu befreien.

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