Waldrapp kommt wieder nach Kuchl
Botschafter der Hoffnung kehren aus Italien zurück

Ein Waldrapp am Kuchler Georgenberg.
  • Ein Waldrapp am Kuchler Georgenberg.
  • hochgeladen von Josef Wind

Die ersten beiden Waldrappe sind in ihrem Brutgebiet im bayerischen Burghausen angekommen. Auch die Kuchler Vögel sind am Weg, der Kälteeinbruch hat die Migration zwischenzeitlich ein wenig gebremst, aber die Vögel sollten doch in den nächsten Tagen am Fuße des Georgenbergs landen.

KUCHL. Sie sind vor einigen Tagen in ihrem Wintergebiet, der WWF Oasi Laguna di Orbetello in der südlichen Toskana, abgeflogen und werden die Strecke von rund 1.000 km in wenigen Tagen zurücklegen.

Bedrohte Tierart

„Wir rechnen jedenfalls damit, dass in Kuchl trotz eingeschränktem Management mehrere Paare brüten werden“, so Dr. Johannes Fritz vom Waldrappteam. Der Waldrapp ist seit dem Spätmittelalter in Europa ausgerottet und ist weltweit eine der bedrohtesten Arten überhaupt. Im Rahmen eines europäischen LIFE+ Projekts von 2014 bis 2019 konnte eine Population von 140 Vögeln angesiedelt werden. Diese Vögel überwintern in der südlichen Toskana. Jedes Frühjahr verlassen erwachsene Tiere das Überwinterungsgebiet und migrieren zu ihren Brutgebieten nördlich der Alpen.

Botschafter der Hoffnung

Für uns sind die aus Italien zurückkehrenden Vögel Botschafter der Hoffnung einem Land, das gegenwärtig von der Pandemie so stark betroffen ist“, so Johannes Fritz. Im Jahr 2019 kehrten etwa 30 erwachsene Vögel selbständig zurück in die Brutgebiete Burghausen und Kuchl, wo sie 37 Küken aufzogen. Aber trotz steigender Reproduktionszahlen ist die Europäische Population noch nicht selbständig überlebensfähig.

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