Interview
Bürgermeister Friedrich Strubreiter im Gespräch

Bürgermeister Friedricht Strubreiter (links), mit Amtsleiter Gerald Pernhofer im Gemeindebüro von Scheffau am Tennengebirge.
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SCHEFFAU. Bezirksblätter: Was sind die größten Herausforderungen, vor denen Ihre Gemeinde steht?
Friderich Strubreiter: "Die größte Herausforderung für die nächste Zeit ist sicher der Neubau der Volksschule, des Kindergartens und der Turnhalle, wo wir jetzt gerade einen Architektenwettbewerb gehabt haben. Wir planen in den nächsten Jahren dort einen Neubau auf einer grünen Wiese. Dort haben wir vor einigen Jahren ein Grundstück gekauft haben. Baubeginn sollte in der nächsten Periode, also im Frühjahr 2020 sein und Fertigstellung zum Schulbeginn 2021/22. Das ist sicher eine der größten Investitionen, die die Gemeinde je getätigt hat. Die Schule ohne Einrichtung kostet etwa 5,4 Millionen Euro.

Außerdem haben wir noch ein Projekt in der Lammerklamm laufen. Dort wollen wir etwas Einzigartiges, das es in Österreich noch nicht gibt, machen. So viel kann verraten werden: Wir möchten die Natur zum Wort kommen lassen und nicht irgendeinen Klettergarten bauen oder eine andere Klamm mit Flying Fox kopieren. Wir wollen den Leuten zeigen, wie schön es in der Scheffau ist."

Bezirksblätter: Sie treten im März 2019 wieder als Kandidat an. Wie hoch rechnen Sie sich die Chancen einer Wiederwahl aus?
Strubreiter: "Ich hoffe, dass die Scheffauer mit meiner Arbeit zufrieden sind. Wenn ich gesund bleibe, mache ich die Arbeite gerne weiterhin für die Gemeinde.

Bezirksblätter: Waren Sie vorher auch schon in der oder für die Gemeinde tätig?
Strubreiter: "Ich war vorher Gemeindevertreter von 2009 bis 2014 und hauptamtlich 25 Jahre beim Roten Kreuz tätig."

Bezirksblätter: Was wären noch Ihre Ziele, wenn Sie 2019 wieder gewählt werden?
Strubreiter: "Ich will, dass Scheffau eine moderne, lebenswerte Gemeinde bleibt. Vor allem für junge Familien. Ich möchte, dass wir gesund weiterwachsen – also nicht zu schnell. Ein großes Ziel wäre natürlich, dass wir einige Gewerbebetriebe herbringen. Und mir ist ganz wichtig, dass das Vereinsleben weiterhin so gut funktioniert wie bis jetzt. Denn das macht Scheffau einzigartig: wir haben 20 verschiedene Vereine die für den Zusammenhalt von großer Bedeutung sind."

Bezirksblätter: Merken Sie, dass momentan viele Leute von der Scheffau wegziehen?
Strubreiter: "Nein. Bei uns wollen die Leute gerne wohnen – wir sind ja das kleine Paradies im Tennengau (lacht). Wir haben momentan auch einen Zuzug, bei uns werden die Einwohner wirklich mehr. Es ist auch zum Wohnen um einiges günstiger als in Kuchl oder Golling. Der Quadratmeter kostet bei uns um die 300 bis 400 Euro.  Bezirksblätter: Das ist ein sehr großer Unterschied zur Stadt Salzburg. Strubreiter: Ja das ist es. Aber wir sind auch von der Infrastruktur her sehr gut erschlossen. Und in der Scheffau ist eben die Natur zu Hause. Außerdem gibt es hier ein funktionierendes Dorfleben, das die Leute wieder immer mehr schätzen.

Bezirksblätter: Werden momentan viele Immobilien zum Wohnen in der Scheffau gebaut?
Strubreiter: "Es wird schon was gebaut aber viel kann man nicht sagen. Wir schauen auch wirklich darauf: wir wollen nicht jede Fläche sofort verbauen. Uns ist auch die Natur wichtig. 

Bezirksblätter: Auf welches Projekt sind Sie besonders stolz?
Strubreiter: "Ich bin stolz auf Scheffau, dass dort so gut zusammen geholfen wird. Vor mir haben wir keine Gemeindearbeiter gehabt. Wir schauen, dass wir in der Gemeinde Arbeitsplätze schaffen und achten auf Regionalität.

Bezirksblätter: Was ist beim Beruf als Bürgermeister besonders wichtig?
Strubreiter: "Eine Grundeinstellung für einen Bürgermeister ist, dass er die Leute mögen muss. Er muss auf die Leute zugehen, mit ihnen reden und ihnen zuhorchen. Ich versuche auch immer, dass ich mich auf die andere Seite stelle und nicht nur alles aus meiner Sicht sehe. Der Beruf ist sehr zeitaufwändig, wenn man wirklich etwas weiterbringen möchte. Aber man muss das gerne machen, weil wenn man den Beruf nur ausübt, weil man da eben ein bisschen etwas verdient, dann glaube ich, ist man der Falsche dafür. Und ich glaube, es wird immer schwieriger, dass man jemanden für die Zukunft findet, der Bürgermeister werden möchte."

Interview von Karina Langwieder

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