Damit Superman noch lange fliegt

Dezente Skepsis beim Werksleiter Uwe Zeise. Doch Krankenschwester und Biologiestudentin Bianca Loizenbauer hat die Blutabnahme im Griff.
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  • Dezente Skepsis beim Werksleiter Uwe Zeise. Doch Krankenschwester und Biologiestudentin Bianca Loizenbauer hat die Blutabnahme im Griff.
  • hochgeladen von Julia Schwaiger

HALLEIN. 900 Helden arbeiten in den Boschwerken Halleins. 190 davon haben sich für den Helden.Check angemeldet. Bosch nimmt an diesem landesweiten Programm im Rahmen seiner betrieblichen Gesundheitsvorsorge teil. Body Mass Index, Cholesterin, Blutdruck, PSA-Wert und Nierenfunktion gehören zu den wichtigsten Aspekten, die unter die Lupe genommen werden. "Die häufigste Frage ist: 'Wie viel soll ich abnehmen?'", sagt Studentin Verena Leeb und schielt auf die Körperfettwaage. "Bei mir sind einige Helden ganz schön nervös", so Krankenschwester Bianca Loizenbauer, die mit Spritze bewaffnet die gefürchtete Blutabnahmestation betreut. Auch Uwe Zeise, kaufmännischer Werksleiter, lässt sich tapfer durchchecken. Nervös? "Nein, neugierig. Ich nehme aus derselben Motivation wie alle Männer hier teil. Ich möchte wissen, wo ich gesundheitlich stehe."

Bosch, der Wellness-Tempel?

Physiotherapie, Shiatsu, Teilkörper- und Fußreflexzonenmassage, diabetische Fußpflege für Sicherheitsschuhträger. Raucherentwöhnungsseminar, Zuschuss fürs Fitnesscenter, Aktionstag "Wirbelsäule". Als Hannelore Kramser-Saringer, ihres Zeichens Personalentwicklerin, anfängt, alles aufzuzählen, was sich Bosch hat einfallen lassen, fällt es schwer, mit dem Notieren mitzukommen. Betriebliche Gesundheitsförderung, kurz BGF, sei bei Bosch schon lange in der Unternehmenskultur verankert. "Wir legen seit jeher Wert auf ergonomische Ausstattung, Beleuchtung, Belüftung. Aber nachdem die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren sowohl für die Kollegen in der Werkstatt als auch für jene im Office zunimmt, intensivieren wir den Gesundheitsfokus. Der Heldencheck passt da perfekt hinein", ergänzt Werksleiter Zeise.

Helden.Check kommt gut an

Das Projekt hat ihn persönlich sofort angesprochen: "Wir Männer wissen zwar, dass Gesundheitsvorsorge wichtig ist, aber bevor wir Faultiere zum Arzt gehen, muss schon einiges passieren." Die firmeninternen Tage waren in Nullkommanix ausgebucht – das bestätige seine Vermutung, dass es vielen ähnlich gehe. Die Vorteile hier sind kurze Wege, Zeitersparnis, Gruppenmotivation und vertrauliche Ergebnisse. Vor jeder "Stationstüre" stehen gut gelaunte Männer. Stefan Praschberger, der im Einkauf arbeitet, ist gespannt auf seine Werte: "Ich finde das Angebot super. Ich nehme auch am firmengeförderten Fitnessprogramm teil. Mal sehen, ob sich das schon bezahlt macht."

Heldinnen klopfen schon an

Wo Helden sind, sind meist auch Heldinnen. Bei Bosch in Hallein etwa 150, um genau zu sein. Viele haben sich schon bei Personalentwicklerin Kramser-Saringer erkundigt, wann denn der HeldINNEN-Check komme. Helden.Check-Organisatorin Christina Hoffer dazu: "Das höre ich nun schon öfter. Da würde sich ein zukünftiges Projekt auszahlen."

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