Das Ende der „Mona Lisa“

Bordell am End 1
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Was mit einer ersten Anrainerdemo am 3. Dezember 2005 begann, ist nun, nach vier Jahren, zu Ende. Und jetzt hat sie wahrlich ausgelächelt, die „Mona Lisa“, denn dem „unsittlichen Übel“ in der Gemeinde wurde mit einer Bordellschild-Demontage endgültig der Garaus gemacht.

BAD VIGAUN (tres). Selbst Monate nach dem Auszug der letzten Swinger aus der ehemaligen „Josefsstuben“ im Bad Vigauner Ortsteil St. Margarethen, jenem Gebäude, das von seinem letzten Pächter kurzzeitig als Swingerclub benutzt worden war, grinste die nackte Dame auf ihrem roten Schild noch so manch einen scheinbar provozierend an.

Eigentlich hätte das Gebäude ja sogar einmal ein Bordell werden sollen - Bezirksblatt-Leser kennen die Geschichte. Nun fuhr aber der Bagger auf und montierte die „Mona Lisa“ auf ihrem Schild kurzerhand ab.

Statt Bordell nun Wohnungen
Die Gemeinde hatte ein Bordell an diesem Standort, der von 18 Wohnhäusern umgeben ist, ja stets abgelehnt, die Freude bei Bgm. Raimund Egger und GR Michael Neureiter – Bordell- und Swingerclubgegner der ersten Stunde – war daher nicht zu verbergen. Und statt dem Bordell kommen nun fünf Wohnungen.

Der neue Eigentümer des Hauses St. Margarethenstraße 17, Hans Frank, lud kürzlich zur feierlichen „Demontage des Bordell-Schildes“ ein. Mit dabei waren neben zahlreichen Anrainern Bürgermeister Egger, Vizebürgermeister Alexander Sartori und Gemeinderat Neureiter. Immerhin hatten diese in den vergangenen vier Jahren alles unternommen und jede Möglichkeit genutzt, um ein Bordell in St. Margarethen zu verhindern. Auch ein angekündigter Gang-Bang-Weltrekordversuch (Gruppensex) am Karfreitag 2006 wurde erfolgreich von ihnen abgewehrt. Eine Polizeikontrolle unter der Leitung des Bürgermeisters führte letztlich zum Nachweis, dass im offiziellen „Swingerclub“ inoffiziell Prostitution praktiziert wurde. Dies führte dann zur endgültigen Schließung.

„Erfolg des Zusammenhaltens“
Nach einem Wasserschaden kam das Objekt im Jahr 2009 zur Feilbietung, bei der der Unternehmer und Gemeindevertreter Hans Frank das Grundstück erwarb. Franks Projekt, der Neubau eines Wohnhauses, wurde im Dezember 2009 von der Gemeindevertretung einhellig befürwortet, statt eines Bordells werden im Neubau fünf Eigentumswohnungen entstehen.

„Was vor vier Jahren im Konflikt mit dem Bordellbetreiber begann, wird nun auch dank des Engagements von Hans Frank zu qualitativem Wohnen führen“, freut sich Gemeinderat Neureiter. Das Ergebnis des vierjährigen Widerstands ist für Neureiter auch ein Beweis für den Erfolg des Engagements der Vigauner Bürger: „Das ist ein Sieg des Zusammenhaltens! Wenn man zusammensteht, ist die Grundlage für den Erfolg gegeben.“ Nun gilt also endgültig „Bordell am End“.

Bordell am End 1
Bordell am End 2
Autor:

Bezirksblatt Tennengau aus Tennengau

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