Sicherung der Nahversorgung
Das Taugler Körberl verbindet Regionalität und Onlineshopping

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Seit Anfang Mai gibt es in der 1.747-Einwohner-Gemeinde den gemeinnützigen Verein "Taugler Körberl". Er bietet die Möglichkeit, online Lebensmittel von regionalen Herstellern zu bestellen.

ST. KOLOMAN. In St. Koloman gibt es außer dem Lagerhaus keinen Nahversorger mehr. Die nächsten Lebensmittelgeschäfte sind erst in Hallein und Kuchl. Aus diesem Grund haben sich die Bewohner des Ortes im Zuge eines Bürgerbeteiligungsprozesses (Agenda 21) zusammengetan. Es wurde eine Idee herausgearbeitet, um die Versorgung zu sichern.

So funktioniert das "Taugler Körberl"

Online können alle möglichen regionalen Lebensmittel und andere Produkte von Herstellern aus der Umgebung bestellt werden. Einkaufen dürfen alle, die sich registrieren und ein Guthabenkonto aufladen. Das Angebot beinhaltet nicht nur die Grundnahrungsmittel, sondern auch Kuchen, Liköre, Naturkosmetik, Seifen, Zierbenlampen und vieles mehr. Einzig ein Direktvermarkter für Obst wird noch gesucht. "Wir haben jetzt ungefähr 20 Lieferanten und es werden immer mehr, die über die Website ihre Produkte verkaufen möchten", freut sich Juliane Rettenbacher, Obfrau des Vereins "Taugler Körberl". Bis Dienstag 24 Uhr können Kunden online bestellen. Einmal wöchentlich, am Freitag zwischen 15 und 17 Uhr, holen die Bewohner dann die erworbenen Waren bei der Tauglerei ab.

Keine Überproduktion dank Online-Bestellungen

"Toll ist, dass wir als Lieferanten aufgrund dieses Online-Systems nur die Produkte produzieren müssen, die auch wirklich verkauft wurden. So brauchen wir nichts wegwerfen", erklärt Rettenbacher, die selbst mit dem "Waldhof" unter den Online-Anbietern vertreten ist. Was den Kunden außerdem zugute kommt ist, dass die Händler bei dieser Aktion keinen Preisaufschlag machen. "Wir schauen, dass die Kosten wirklich so niedrig wie möglich gehalten werden", versichert Rettenbacher. Der Verein habe auch von der Gemeinde viel Unterstützung erhalten. 

Nur regionale Verkäufer

"Grundsätzlich schauen wir, dass unsere Verkäufer aus St. Koloman kommen beziehungsweise einen starken Bezug zum Ort haben. Aber wir sind realistisch – wir haben nur circa 1.800 Einwohner und können nicht alles abdecken", rechtfertigt Rettenbacher die Situation, dass teilweise Fleisch auch aus dem Nachbarort Bad Vigaun angeboten wird.

Autor:

Karina Langwieder aus Tennengau

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