Hallein
Die "Gelben Engel" rücken auch bei Nacht aus

Norbert Singer vom Stützpunkt in Hallein ist seit acht Jahren ist im Pannendienst unterwegs.
  • Norbert Singer vom Stützpunkt in Hallein ist seit acht Jahren ist im Pannendienst unterwegs.
  • Foto: ÖAMTC
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

„Damals Meilenstein, heute selbstverständlich, aber nach wie vor sind Pannenhilfen in der Nacht etwas Besonderes“, erklärt Norbert Singer vom Stützpunkt in Hallein. Seit acht Jahren ist er im Pannendienst unterwegs.

HALLEIN. „Ab jetzt ist der ÖAMTC nicht nur am Tag, sondern auch bei Nacht für die Mitglieder da. Die neue Notrufnummer 120 ist permanent erreichbar und die Pannenhelfer kümmern sich rund um die Uhr um Wagen, Insassen und Gepäck“, teilte der ÖAMTC Salzburg in einer Aussendung im November 1986 mit.

„Damals Meilenstein, heute selbstverständlich, aber nach wie vor sind Pannenhilfen in der Nacht etwas Besonderes“, erklärt Norbert Singer vom Stützpunkt in Hallein. Seit acht Jahren ist er im Pannendienst unterwegs: „Kommt das Fahrzeug während der Fahrt im Dunkeln zum Stehen, ist die Situation für die Mitglieder natürlich sehr unangenehm. Auch für uns Pannenhelfer sind solche Einsätze oftmals knifflig. Die Anzahl der Pannen in der Nacht ist zwar deutlich geringer als am Tag, aber wir benötigen im Durchschnitt etwas länger: zum einen müssen wir den Fehler nur mit Taschenlampe und Scheinwerfer finden und zum anderen bekommt man keine Ersatzteile, da Geschäfte und Werkstätten geschlossen haben. Aber wir versuchen alles, damit das Mitglied seinen Weg fortsetzen kann und dafür sind die Menschen ganz besonders dankbar“, erklärt Singer.

Bei neuen Fahrzeugen helfen alte Mittel nicht

Jedes Jahr rücken er und seine Kollegen im Tennengau mehr 4.500 Pannenhilfen aus – etwa zehn Prozent davon erfolgen bei Nacht. Für die meisten Einsätze sind nach wie vor schwache, leere oder defekte Batterien verantwortlich. Ungefähr 25 Prozent der Pannen ereignen sich aufgrund von Motorproblemen und bei den restlichen Einsätzen handelt es sich um Probleme mit der Elektrik bzw. Elektronik, dem Starter oder Lichtmaschine sowie Probleme mit Fahrwerk oder Reifen.

„Ganz früher ließen sich die meisten Pannen mit etwas Draht, zwei Gabelschlüssel, einem Schraubenzieher, einer Drahtbürste und einer Strumpfhose beheben. Damit kommen wir jetzt nicht mehr weit, denn heutzutage ist viel Elektronik verbaut. Aber glücklicherweise stehen uns modernste Diagnosegeräte, Werkzeuge und eine eigene Fehler-Datenbank zur Verfügung. Trotzdem kann es etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis wir die tatsächliche Ursache des Problems gefunden haben – vor allem eben in der Nacht“, so Singer.

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