Wölfe
"Die Herdenhunde beißen auch Wanderer"

Peter Kendlbacher auf der Loseggalm.
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  • Peter Kendlbacher auf der Loseggalm.
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

Landwirte stehen heute vor vielen Herausforderungen. Vor allem sind manche Vorschriften nur schwer einzuhalten.

ANNABERG-LUNGÖTZ. Auf 1460 Metern Höhe, tief in den Bergen, liegt die Loseggalm. Peter Kendlbacher und seine Familie bewirtschaften hier ein Gut, etwa 200 Hektar an Boden gehören dem Landwirt. Kühe und Schweine halten die Kendlbachers hier als Nutztiere, den hauseigenen Käse vom "Jersey"-Rind können Wanderer in der Hütte genießen. Ruhig und idyllisch ist es auf der Loseggalm. Doch das Leben als Landwirt war schon einmal einfacher.

"Herdenhunde beißen auch Wanderer"

Peter Kendlbacher machen die Vorschriften zu schaffen. "Es gibt immer wieder neue Regulierungen, das ist nicht mehr realistisch", erklärt der Landwirt. Besonders schwierig könnte es für Peter werden wenn ein Wolf auf der Alm auftaucht. Das wäre durchaus möglich, denn im angrenzenden Pongau gab es bereits einige Fälle. "Der Herdenschutzhund ist sehr teuer und was mache ich mit ihm im Winter? Er ist ja nur für vier Monate bei den Weidetieren. Außerdem sind die Tiere gefährlich, sie beißen auch Wanderer". Für seine 200 Hektar müsse sich Peter außerdem gleich mehrere dieser Hunde anschaffen. Weiters müsste Peter seine Weidetiere mit einem Zaun schützen, aber das sei für den Landwirt völlig unmöglich. "Die Tiere weiden verstreut auf dem ganzen Gebiet, es ist mir nicht möglich hier jede Gruppe einzeln einzuzäunen. Dazu fehlt mir das Personal und für den Winter müsste ich dann alles wieder abbauen". 

Von Förderungen abhängig

Doch das ist längst nicht alles, auch zahlreiche andere Vorschriften gilt es einzuhalten. "Ich muss um eine Genehmigung ansuchen, wenn ich einen Baum oder Strauch umschneiden will der höher als drei Meter ist", erklärt Peter. Auch die Bergwasserquelle entspräche nicht mehr den Vorschriften, für stolze 10.000 Euro musste sich Peter nun eine Filteranlage anschaffen. Landwirte müssen sich aber an diese Vorschriften halten, sonst riskieren sie die Verlust der Fördergelder, von denen sie völlig abhängig sind.

Vertrauen in Jugend

Bei allen Problemen gibt es dennoch einen Trend, der Peter Grund zum Optimismus gibt. "Die Jungen wollen wieder in die Landwirtschaft. Da merke ich, dass der Wille da ist. Die sind auch mit den ganzen Vorschriften aufgewachsen, vielleicht können sie das dann besser".

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