Die Jennerbahn fährt wieder

Was für ein Ausblick aus den enuen Kainen!
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  • Foto: Berchtesgadener Bergbahn AG
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

SCHÖNAU AM KÖNIGSEE. „A, es is so schee“. Burgl Aschauer hat mit ihren 91 Jahren schon vieles erlebt. Sie, die bereits 1952/53 den Bau der ersten Jennerbahn verfolgte, freute sich riesig über ihre erste Fahrt mit der neuen Bahn. Und viele freuten sich mit ihr: Familien, die mit Buggy, Kraxe, Rucksack und quirligen Kindern bequem auf den Berg hinauffuhren. Junge Radler, die ohne Schwitzen eine sportliche Abfahrt machen konnten. Musikanten, die sanft schaukelnd ihre Instrumente einstimmten. Und alle waren begeistert. Trotz zahlreicher Neugieriger, die besonders am Sonntagvormittag eine erste Auffahrt wagen wollten, funktionierte alles reibungslos.

Fröhliche Feier zum Einstieg

Zwei Tage wurde unten wie oben wurde fröhlich gefeiert. Beim Mürztaler Open Air an der Mittelstation saßen viele Gäste auf der Terrasse und im Gras und freuten sich über herrlichen Sonnenschein, "pfundige" Musik und gutes Essen, die Thomas Hettegger mit seinem Team servierte.  Auch die vielen fleißigen Mitarbeiter der rund um den Bau beauftragen Firmen durften an diesem Wochenende eine kurze Pause einlegen. „Wie viel Herzblut, Flexibilität, Fachwissen, Nervenstärke, Durchhaltevermögen und Teamgeist jeder einzelne in diese Bahn gelegt hat, ist einfach sensationell“ lobte Betriebsleiter Wilfried Däuber. Bis zur Fertigstellung der Bergstation und dem vollständigen Betrieb der Jennerbahn sei noch viel zu tun.

Neue Architektur

Insgesamt werden 56 Millionen Euro in die neue Jennerbahn investiert, die vorerst vom Tal bis zur Mittelstation auf 1.194 Metern schwebt. Die Architektur der Talstation ist modern und puristisch, mit Mittel- und Bergstation liegt sie in einer Sichtachse. Das Design und die harmonische Einfügung in die Landschaft seien sehr wichtig gewesen, sagt Michael Emberger, Vorstand der Berchtesgadener Bergbahn AG. Er ist sicher: Abhängig vom kommenden Winter und dem möglichen Baufortschritt wird die Sektion II bis zur Bergstation im Sommer 2019 ebenfalls fertig und es heißt „volle Fahrt“ hinauf auf 1.800 Meter. „Wir freuen uns sehr, dass die neue Jennerbahn jetzt in Betrieb gegangen ist. Die meisten unserer Berge muss man erwandern. Mit der barrierefreien Jennerbahn aber wird nun allen ein unmittelbares Bergerlebnis ermöglicht“, betonen Dr. Brigitte Schlögl und Peter Nagel, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT).

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