Wirtschaft
Die Stimmen der 25. Landeskonferenz Gewerkschaft Bau-Holz

Das mit 100 Prozent bestätigte Landespräsidium von links nach rechts: Thomas Russegger, Josef Strobl, Johann Kendlbacher, Landesvorsitzender Othmar Danninger, Helmut Schnaitl und GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Huss.
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  • Das mit 100 Prozent bestätigte Landespräsidium von links nach rechts: Thomas Russegger, Josef Strobl, Johann Kendlbacher, Landesvorsitzender Othmar Danninger, Helmut Schnaitl und GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Huss.
  • Foto: Gewerkschaft Bau-Holz
  • hochgeladen von Karina Langwieder

HALLEIN. Kürzlich fand die 25. Landeskonferenz der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) unter dem Motto „Faire Arbeit – besseres Leben 4.0“ in Hallein statt. Dabei wurde auch das Arbeitsprogramm für die nächste fünf Jahre mit 100-prozentiger Zustimmung aller Fraktionen beschlossen.

Andreas Huss, GBH-Landesgeschäftsführer: „Die Arbeiternehmer in unsere Branchen arbeiten körperlich schwer. Unter schwierigsten Arbeitsbedingungen erbringen sie täglich bei Hitze, Kälte, Wind und Regen hervorragende Leistungen. Unser Ziel ist es daher, die Lebenswelten unseren Beschäftigten weiter zu verbessern.“

Othmar Danninger, wiedergewählter Landesvorsitzender der GBH: „Unter dieser schwarz-blauen Regierung gab es 2018 kein einzige Verbesserung für Arbeitnehmer. Im Gegenteil, die 60 Stunden-Woche wurde eingeführt, unsere Gesundheitssystem wird zerschlagen. Auch unser Kampf gegen Lohn- Sozialdumping wurde erschwert. Das betrifft vor allem unsere Beschäftigten massiv! Auch 2019 wird dieser soziale Kahlschlag von Kurz und Strache fortgesetzt. Anscheinend hat diese Regierung ihren Wahlkampfsponsoren sehr viel versprochen und jetzt
muss geliefert werden. Auch die bekanntgewordenen Maßnahmen zur geplanten Steuerreform werden unseren Arbeitnehmern wenig bis gar nichts bringen.“

Huss ist speziell über die Ankündigung der Streichung der Sozialversicherungs-Beiträge (SV) verärgert: „Eine Streichung der SV-Beiträge hat mit einer Steuerreform nichts zu tun. Denn SV-Beiträgen stehen immer konkrete Leistungen gegenüber. Leistungen, die auch mit Beiträgen finanziert werden müssen. Das ist wieder einmal ein ganz großer Fake dieser
Bundesregierung. Ein Streichung der SV-Beiträge bringt nur weniger Einnahmen für unsere Gesundheitssystem. Nachdem durch die sogenannten Reform Salzburg im Gesundheitssystem bereits 129 Millionen Euro pro Jahr
(Stand 2019) genommen werden, ist da der nächste Anschlag. Letztendlich werden wir Leistungen reduzieren müssen und Selbsthalte einführen. Auch hier zeigt sich: die Regierung hat nur ein Ziel: Senkung der Abgabenquote
für ihre Financiers aus der Industrie.“

Bei ihrer Konferenz bekennt sich die GBH zur Sozialpartnerschaft.

GBH Bundesvorsitzender Beppo Muchitsch: „Ich dacht nie, dass wir uns in Österreich einmal zu Sozialpartnerschaft öffentlich bekennen müssen. Aber diese Bundesregierung setzt alles daran, den Einfluss der Arbeitnehmer in allen Belangen zu schwächen. Deshalb bekennen wir uns zur Sozialpartnerschaft, jedoch weiterhin auf Augenhöhe“ so Muchitsch zu den anwesenden Unternehmervertretern.

Danninger abschließend: „Wir werden uns weiterhin entschlossen mit allen Möglichkeiten des Rechtsstaates und allen Fraktionen im ÖGB gegen arbeitnehmerfeindliche Maßnahmen dieser Regierung entgegenstellen. Das 100-prozentige Wahlergebnis für den gesamten Landesvorstand ist ein Zeichen der Einigkeit, der Entschlossenheit
und ein klarer Auftrag unserer Betriebsräte.“

Fritz Messner umrahmte die Landeskonferenz mit seinen Programm „Solidarität Oida!“.

Das mit 100 Prozent bestätigte Landespräsidium von links nach rechts: Thomas Russegger, Josef Strobl, Johann Kendlbacher, Landesvorsitzender Othmar Danninger, Helmut Schnaitl und GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Huss.
Im Bild (von rechts nach links) Fritz Messner mit GBH Bundesvorsitzenden Beppo Muchitsch und Andreas Huss. Als Dank und als Zeichen der Solidarität mit allen schwer arbeitenden Menschen wurde der Ostbahn Kurti Song „Die Arbeit“ performt.

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