1.000 Euro
Eine erste Spende im 380-kV-Streit

Der Unabhängige Bauernverband unterstützte die Demonstranten am Rengerberg mit 1.000 Euro.
  • Der Unabhängige Bauernverband unterstützte die Demonstranten am Rengerberg mit 1.000 Euro.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

APG und Freileitungsgegner haben sich nun gegenseitig verklagt, erste Spender erklärten sich bereit die Demonstranten zu unterstützen.

BAD VIGAUN. Eigentlich wollten die drei Mitarbeiter der APG (Austrian Power Grid) ein Gespräch mit den Rengerbergbesetzern führen. Wenige Tage später flatterten aber eine Abmahnung wegen Besitzstörung und die Aufforderung zur Unterlassung ins Haus. Der Grundbesitzer, ein Unterstützer der Erdkabelbefürworter, hatte sich an Rechtsanwalt Wolfgang List gewandt. List, Anwalt der 380-kV-Gegner, schickte Aufforderungen an die APG in Wien: Sie untersagen es den APG-Mitarbeitern, in Zukunft die Grundstücke zu betreten, außerdem mussten insgesamt 700 Euro an Vertretungskosten bezahlt werden.

Klagewelle rollt an

Franz Köck, einer der Initiatoren der Demonstrationen, kämpft mit rechtlichen Schritten der APG. "Ich habe am Montag im Bezirksgericht Hallein ausgesagt, ich war zu dem besagten Zeitpunkt nicht einmal vor Ort." Als einer von sieben Aktivisten ist er von der APG wegen des Verdachts der Besitzstörung verklagt worden. Rechtsanwalt List, der die Interessengemeinschaft Erdkabel vor Gericht vertritt, schöpft aus den letzten Ereignissen aber neue Hoffnung: "Unsere Chancen sind gewaltig gestiegen. Wegen unserer Anträge wird das Verfahren erneut aufgenommen werden." List arbeitet weiterhin daran, dass das Verfahren an den Start zurück muss. Anders sieht man den Sachverhalt bei der APG. "Die Behauptungen in diesen Anträgen enthalten nichts, was wir in den Genehmigungsverfahren nicht schon behandelt hätten", erklärt APG-Projektleiter Wolfgang Hafner. "Am Rengerberg ist es leider zu keinem Dialog gekommen." Hafner kündigte auch weitere rechtliche Schritte an: "Weitere Verhandlungen werden in Hallein folgen."

Spende der Bauern

Um sich die Prozesslawine leisten zu können, haben die Demonstranten um Spenden gebeten. Der Unabhängige Bauernverband überreichte zuletzt einen Geldbetrag in Höhe von 1.000 Euro. "Wie sind gegen die Freileitung und wollen uns solidarisch mit den Demonstranten zeigen. Diese kleine Summe konnten wir vom Landwirtschaftskammer-Wahlkampf abzwacken", erklärt Stefan Weiß, Sprecher der Unabhängigen Bauern Tennengau.

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Autor:

Thomas Fuchs aus Tennengau

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