380 KV
Enttäuschung und Angst vor Klagen bei den Freileitungsgegnern

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat entschieden: Die Leitung kommt nicht unter die Erde.
  • Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat entschieden: Die Leitung kommt nicht unter die Erde.
  • Foto: Franz Neumayr
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

Jetzt ist es fix: Die 380-KV Leitung wird als Freileitung von Kaprun bis Elixhausen mit Masten gebaut. Das hat der Verwaltungsgerichtshof nun in letzter Instanz entschieden. 

TENNENGAU. Lange hatten die Demonstranten gekämpft, eine Revision vor dem Verwaltungsgerichtshof angestrebt, sich an die Bäume gekettet und den Hungerstreik angetreten: Vergeblich, denn der VwGH gab nun der APG (Austrian Power Grid) nach knapp sechs Jahren in letzter Instanz Recht, somit sind alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft. Das Kabel, das so viele in die Erde gewünscht haben, wird jetzt als zweiter Abschnitt der Salzburgleitung von Kaprun bis Elixhausen gebaut.

15 Tage Hungerstreik

In den letzten Wochen und Monaten haben die Demonstranten viel auf sich genommen und einige ihre Gesundheit riskiert. "Hätte ich keinen Kreislaufkollaps erlitten, hätte ich noch weiter gemacht", erklärt Christian Müller, Bauer in Wiestal. Müller beteiligte sich am Hungerstreik, 15 Tage lang nahm er keine feste Nahrung zu sich. Bis er zusammenbrach. Christian Müller beendete den Hungerstreik, zu gefährlich wären die Folgen für seine Gesundheit gewesen. Über das Urteil des VwGH ist er enttäuscht und verärgert. "Ich hätte noch mehr Zeit geopfert, mir geht es um die Sache. Unsere Lebensqualität, das Landschaftsbild, der Wert der Grundstücke, alles wird zerstört."

"Geknickt, nicht gebrochen"

Auch Franz Köck, Vorstandmitglied der "Aktion 21" und Freileitungsgegner der ersten Stunde zeigt Unverständnis und Enttäuschung: "Ich bin sehr enttäuscht über das Urteil, vor allem über die Begründung." Köck sieht das EU-Recht verletzt. "Wir sind geknickt, aber nicht gebrochen. Jetzt gilt es, sich zusammen zu setzen und gemeinsam mit unserem Anwalt über den weiteren Weg zu diskutieren. Wir geben nicht auf, es geht für uns weiter."

Klagen stehen im Raum

Die APG kündigte am Mittwoch laut dem ORF Schadenersatzforderungen an. Durch den Aufschub der Arbeiten wegen der Demonstrationen sei es zu finanziellen Verlusten gekommen. Die Demonstranten erklärten hingegen, dass sie nur von ihren demokratischen Rechten gebraucht gemacht haben, die Entscheidungen liegen jetzt bei den Gerichten. 

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