Ausschreibung
Frauenhaus Hallein rechnet mit dem Aus

Bleibt das Haus Mirjam als Frauenhaus Hallein erhalten? Die Entscheidung liegt bei den neuen Trägern.
  • Bleibt das Haus Mirjam als Frauenhaus Hallein erhalten? Die Entscheidung liegt bei den neuen Trägern.
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

Die zweite Phase der Ausschreibung läuft bereits, die Mitarbeiterinnen blicken in eine ungewisse Zukunft.

HALLEIN. "Wir sind nicht nur eine Beratungsstelle, es geht auch um Schutz", erklärt die Leiterin des Frauenhauses Hallein, Doris Weißenberger. Über die Ausschreibung durch das Land Salzburg herrscht dort nach wie vor Unverständnis. Bei der Evaluierung eines neuen Konzepts sind die Mitarbeiterinnen in Hallein bislang nicht eingebunden, Landesrätin Andrea Klambauer sagte nun baldige Gespräche zu. In Hallein stellt man sich die Frage, ob die Frauen in externen Wohnungen genug Betreuung erfahren können.

"Kinder auch betroffen"

Damit betroffene Frauen wieder ein geregeltes Leben führen können, ist laut Frauenhaus eine intensive Begleitung nötig. "Gewaltopfer benötigen eine 24-Stunden-Betreuung. Ich bezweifle, dass eine solche Betreuung außerhalb des Frauenhauses möglich ist", erklärt eine Mitarbeiterin des Frauenhauses. Hinzu komme, dass viele Kinder aus den Gewaltbeziehungen ebenfalls Betreuung brauchen. "Wir haben viele Kinder hier, die ansonsten mit der betroffenen Frau in einer Wohnung wären." Die Mitarbeiterin erzählt weiter, dass Kinder auf Gewalt in der Familie unterschiedlich reagieren: "Einige Kinder kümmern sich um die Mutter und nehmen früh eine Art Erwachsenenrolle an. Andere identifizieren sich mit dem Gewalttäter und setzen die Mutter psychischer oder physischer Gewalt aus." Die Kinder mit der Mutter in solchen Fällen alleine zu lassen, hält die Betreuerin für fahrlässig. Es bestehe auch die Gefahr, dass der Gewalttäter über die gemeinsamen Kinder den Aufenthaltsort erfahren könnte. In externen Wohnungen könne die Betreuung nur zu bestimmten Zeiten erfolgen, "eine 24-Stunden-Betreuung für Mütter und Kinder wird nicht möglich sein".

"Jobs bis Mitte 2021 sicher"

Bis Juni 2021 wird das Frauenhaus noch in der bekannten Form existieren, dann übernimmt der Gewinner der Ausschreibung die Leitung. "Wir rechnen dann mit der Schließung", erklärt Leiterin Weißenberger. Landesrätin Andrea Klambauer dazu: "Die Ausschreibung geht noch bis Ende September, dann erfolgt ein Vergabeverfahren. Die Entscheidung über die Zukunft liegt dann bei den neuen Trägern, der Bedarf an erfahrenen Expertinnen wird aber bleiben. Bis Mitte 2021 sind die Stellen der Mitarbeiterinnen auch gesichert."

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