Ja zu Salzburg
Halleins Geschäfte leben wieder auf

Alois Oedl kann auf eine treue Stammkundschaft bauen und wünscht sich wieder einheitliche Öffnungszeiten.
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  • Alois Oedl kann auf eine treue Stammkundschaft bauen und wünscht sich wieder einheitliche Öffnungszeiten.
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Die meisten Betriebe haben wieder geöffnet. Kreativität, Optimismus und ein leichter Groll ist festzustellen.

HALLEIN Stufenweise wird das öffentliche Leben in Österreich wieder nach oben gefahren. Mit Beginn Mai ist man in Hallein einen Schritt weiter in die Normalität zurückgekehrt. Aber viele Wirtschaftstreibende kämpfen um ihre Existenz und um die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter. Die Einschränkungen der Öffnungszeiten sind zwar für viele Betriebe wieder außer Kraft gesetzt worden und es gelten prinzipiell die Öffnungszeitenbestimmungen wie vor Beginn von COVID-19. Aber neben Maskenpflicht, Abstandsreglungen und ein Förderungs-wirrwar herrscht Unklarheit darüber, wie es künftig weitergeht. Einige Halleiner Unternehmen setzen neben Stammkunden, regionalem Onlinehandel und Lieferservice auf Zusammenarbeit am Standort.

Hurra, wir sind wieder da

Das Familienunternehmen Oedl hat in der 226 jährigen Geschichte, des weit über die Grenzen von Hallein hinaus bekannten Spielwarenbetriebes, viel erlebt. Ein Plakat vor der Tür mit der Aufschrift "Hurra, wir sind wieder da" gibt die optimistische Grundstimmung vom Inhaber Alois Oedl wieder.

"Die schwierige Zeit haben wir vorbei, nachdem wir ein ganzes Monat geschlossen hatten. Genau in der Osterwoche, die wichtigste Zeit für uns und die Kinder,"so der Halleiner Unternehmer.

Es waren vielfach treue Stammkunden, die mit ihrem Einkauf absichtlich auf das Fachgeschäft mit seiner Beratung und Auswahl gewartet hatten. Momentan bewertet Alois Oedl die Nachfragetendenz als gut. Er wünscht sich aber wieder einheitliche Öffnungszeiten. Generell in der Branche habe er aber von Kollegen gehört, das es nicht so rosig aussehe.

Bio-Lieferservice

Mit einem Lieferservice überbrückte Nina Prantl vom Bioladen Ninatur die ärgste Zeit.

"Wir haben mit Lieferservice Nachgeholfen um zu Überstehen, aber es ist eine Herausforderung, wenn plötzlich 80-90 Prozent der Einnahmen weg brechen, die Fixkosten aber weiterlaufen. Ich fühle mich von der Regierung in Stich gelassen."

Da sie Umsatz generierte, viel ihr Unternehmen aus den einzelnen Fördertöpfen. Das eingenommene Geld, wurde zur Aufrechterhaltung ihres Betriebes verwendet und konnte auf Rücklagen zurückgreifen. Sie findet die Vorgehensweise der Regierung als überzogen und nicht auf die individuelle Situation angepasst.

Für Nina Prantl vom Bioladen "Ninatur" waren die Maßnahmen der Regierung überzogen.
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Shout down war Katastrophe

Für Alois Schöninger vom Gehma Cityshop war der Shot down erst eine Katastrophe.

"Wir haben Anfangs erst einmal schnell für das Unternehmen Lösungen finden müssen: mit der Bank, den Lieferanten und darüber hinaus den Kontakt zum Kunden mit Videos über Facebook gehalten."

Im Moment läuft das Schuhgeschäft gut an, aber Schöninger will erst nach drei weiteren Monaten ein Urteil abgeben.

Alois Schöninger vom Gehma City-Shop will erst nach drei Monaten der Wiedereröffnung ein Urteil über die Wirtschaftlichkeit abgeben.
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Pan Cafe'

Als Gastronom wurde Günther Proßegger mit seinem Pan Cafe voller Wucht getroffen.

"Der Härtefond ist mit Euro 500 bei uns sehr gering ausgefallen. Die meisten unser Mitarbeiter sind geringfügig beschäftigt. Da gibt es keine  Kurzarbeit. Nur eine Mitarbeiterin hat Anspruch auf Kurzarbeit. Ich als Einzelunternehmer bekomme nichts. Jetzt kommt es darauf an, was beim Härtefond Zwei herauskommt. Aber das wissen wir erst 2021 wenn er ausbezahlt wird."

Proßegger nutzte die Zeit, um eine neue Speisekarte zu erstellen und notwendige Reparaturen durchzuführen. Jetzt wird der 15. Mai mit der Gastronomieöffnung sehnsüchtig erwartet.

Der Gastronom Günther Proßegger wurde zwar mit seinem Pan Cafe' vom shout down voll erwischt, aber er sieht erwartungsvoll auf die Öffnung am 15. Mai.
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Zusatzinfo

Anstandsregeln
Die wiedergewonnene Freiheit bringt allerdings einige neuen Grundregeln mit, wie den Ein-Meter-Abstand zu allen die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder das tragen des Mundschutzes beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das tragen der Masken gilt nun auch in öffentlichen Gebäuden. Eine Maskenpflicht im Freien gibt es aber nicht. Am Arbeitsplatz müssen sich Arbeitgeber und -nehmer darauf verständigen.

Pro Kunde Zehn Quadratmeter
Während kleinere Geschäfte bereits seit 14. April offen hielten, dürfen ab Samstag auch jene mit mehr als 400 Quadratmetern aufsperren. Mit Masken können auch mehr Menschen als bisher die Geschäfte betreten: Statt wie bisher 20 Quadratmeter müssen nur mehr zehn pro Kunde zur Verfügung stehen.


Nähere Infos: 

Eröffnung: 225 Jahre Spielwaren Oedl
Nina Prantl gibt Gesundheitstipps...

Gehma Cityshop
Pan Cafe'

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Autor:

Martin Schöndorfer stadtNAH aus Salzburg

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