Fischer fordern "Entnahme"
Probleme mit Fischottern auch in Hallein

Fischotter stellen seit Jahren ein Problem für die heimischen Fischer dar – sie fressen den Fischbestand auf.
  • Fischotter stellen seit Jahren ein Problem für die heimischen Fischer dar – sie fressen den Fischbestand auf.
  • Foto: Hanspeter Lechner
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

HALLEIN. In Kärnten und Niederösterreich is es bereits seit einiger Zeit Realität: Fischotter können "entnommen" werden. Landesrat Josef Schwaiger gab beim Landesfischereitag im Müllner Bräustübl bekannt, dass er Anträgen von Salzburger Fischereiverbänden auf "Entnahme" von Fischottern nachkommen wolle, dies sei aus seiner Sicht „die geeignete Maßnahme“. Der Fischereiverein Hallein hat bereits einen Antrag gestellt. "Wir hatten letztes Jahr einen Schaden von rund 26.000 Euro. Der Bestand an Äschen und Forellen ist stark gesunken, der Huchen ist ganz verschwunden. Wenn wir nichts dagegen unternehmen, können wir bald zusperren", sagt Manfred Deutenhauser, der verantwortlich für die Fischzucht in Hallein ist. "Reier oder Kormorane werden auch begrenzt bejagt, so ist ein Zusammenleben mit den Tieren möglich. Es ist nicht klar, weshalb der Otter komplett geschützt sein soll". 

Naturschutzbund will anders vorgehen

"Jede Wildart ist berechtigt in Österreich zu leben. Wir wollen zuerst evaluieren ob es nicht andere Lösungen des Zusammenlebens gibt, etwa durch die Errichtung von Zäunen oder Reservaten", erklärt Hannes Augustin vom Naturschutzbund Salzburg. Der Naturschutzbund apellierte an "Landesrat Schwaiger und das Amt der Salzburger Landesregierung in dieser sensiblen Causa eine umsichtige Vorgangsweise zu wählen, um nicht gerichtliche Schritte und öffentliche Auseinandersetzungen auszulösen", so Hannes Augustin. Konkret empfahl der Naturschutzbund dem Landesrat den Otterexperten Andreas Kranz, der im Auftrag des Landes Salzburg die Verbreitung und den Bestand des Fischotters erhoben hat, in die weitere Entscheidungsfindung einzubeziehen und "eine rechtskonforme und effiziente Vorgangsweise zu gewährleisten", nur in letzter Konsequenz solle der Abschuss möglich sein. "Daher reklamiert der Naturschutzbund Salzburg nun offiziell Parteistellung im durchzuführenden jagdrechtlichen Verfahren".

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen