Einzigartig in Kuchl
Ratanui – Ballsport inspiriert von Thailand

Philipp Lessacher, begeisterter Fußballer, Snowboarder und Ratanui-Kicker, gibt 120 Prozent beim Spiel.
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  • Philipp Lessacher, begeisterter Fußballer, Snowboarder und Ratanui-Kicker, gibt 120 Prozent beim Spiel.
  • Foto: Diezl
  • hochgeladen von Karina Langwieder

Von der exotischen Akrobatikdisziplin zum Ballsport für jedermann – "Ratanui" spielen Jung und Alt gemeinsam. 

KUCHL. Wäre Thomas Diezl damals nicht nach Thailand geflogen und hätte in einer Bar fern gesehen, gäbe es "Ratanui" jetzt wohl nicht.

Da soll noch einmal jemand sagen "Fernsehen verbildet"

Am Monitor lief ein Kings Cup Spiel im "Sepak Takraw": Thailand gegen Malaysia. Dabei wurde ein geflochtener Ball auf spektakuläre Art getreten. "Wir waren voll begeistert und haben gleich gesagt: oida was ist denn das?", erzählt Diezl über die Entdeckung, die "Ratanui" den Weg ebnete. Ein paar Tage später sah Hannes Wimmer, ein Mitreisender, den geflochtenen Holzball in einem Geschäft. "Wir sind dann mit einem Boot auf eine Insel gefahren, auf der es weder Autos noch Strom gab. Dort haben wir drei Tage lang mit dem Ball gespielt und kamen auf die Idee, diese Sportart nach Kuchl zu holen", so Thomas Diezl, der vor Kurzem den Verein für Rattanballsport, Bewegung und Kultur in seinem Heimatort gegründet hat.

Die familienfreundliche Version

"Sepak Takraw" gleicht eher einer Extremsportart, weshalb Thomas Diezl den Ballsport so adaptiert hat, dass ihn jetzt jeder spielen kann. "Unser Netz ist circa auf Kopfhöhe, das Spiel dauert länger und ist angenehmer zu spielen als die Originalversion", erzählt der Vereinsgründer. "Ratanui" wird außerdem barfuß gespielt, "da hat man das meiste Gefühl", weiß Diezl. Alle können mitmachen – egal ob Anfänger oder Profi. "Denn jeder spielt auf seine Art: einer macht einen Rückwärtssalto, der andere kickt nur mit dem Fuß. Es gibt so viele individuelle Stile", so Diezl, der auch gelernter Mechatroniker ist und mehrere Jobs hat.

"Ich definiere keine Spielregeln – wir spielen nach Richtlinien. Wichtig ist nur der Respekt und die Fairness gegenüber den Mitspielern." Thomas Diezl.

Es gibt wieder "Rambazamba"

Im diesjährigen Sommer findet bereits die fünfte Auflage vom "Ratanui Rambazamba" in Kuchl neben dem Skatepark statt. In den letzten Jahren sollen pro Event rund 60 bis 100 Leute zwischen 12 und 45 Jahren teilgenommen haben. "Sogar von Red Bull Salzburg waren welche dabei und die Weltmeisterin im 'Muay Thai' Kämpfen hat mitgespielt", erzählt Diezl. "Und einmal hat sogar eine 74-jährige Sportlerin teilgenommen", fügt er hinzu. Viele Fußballer, Snowboarder und Musiker lieben den Sport – die Community wächst und wächst. Thomas Diezl und sein Team rund um Daniel Limmer, Simone Aigner, Hagen Wegner, Christoph Repinc, Isabel Layag, Hannes Rettenbacher und viele weitere freuen sich auf die Sommersaison und sind derzeit auf Sponsorensuche für den gemeinnützigen Sportverein.

Auf Festivals vertreten

Die Ratanui-Crew war auch schon auf verschiedenen Veranstaltungen, wie etwa dem Pealfestival, dem Wunderbergfestival oder dem SportTestival in der Stadt Salzburg vertreten. Auch für Großveranstaltungen, die im nächsten Jahr stattfinden, haben Diezl und sein Team schon einige Anfragen erhalten. 2020 werden die Ratanui-Spieler voraussichtlich bei der aktiv+vital Messe in Dresden, der Checkpoint Jam und der Sportmesse Salzburg sein.

"Wichtig ist uns auch, dass wir bei jeder Veranstaltung so wenig Müll wie möglich produzieren." Thomas Diezl

Mehr Infos auf: www.ratanui.at

Tipps zur richtigen Ballpflege:
Eines sollten aber alle "Ratanui"-Spieler machen: Den Naturball aus dem Holz der Rattanpalme zwei Stunden vor dem Spiel im Wasser einweichen. Danach muss er in der Sonne trocknen – doch er behält eine Restfeuchte. Dadurch wird der Ball dehnbarer und bricht nicht so leicht.

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