War die Minki unterm Christbaum eine gute Idee?

Kurzfristiges Geschenk? Nein, langfristiges Familienmitglied! Warum man sich ein Haustier zu Weihnachten dreimal überlegen sollte.
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  • hochgeladen von Julia Schwaiger

SALZBURG/TENNENGAU. „Liebes Christkind, ich wünsche mir ein dreifärbiges Katzerl. Liebes Christkind, bringst du mir einen Berner Sennenhund? Liebes Christkind, ich brauche unbedingt eine langhaarige Meersau." Weihnachten war auch heuer wieder für viele Kinder DIE Gelegenheit, ihrem sehnlichen Wunsch nach einem Haustier nachdrücklich Ausdruck zu verleihen. Doch ein lebendiges Wesen unterm Weihnachtsbaum? Oft ist die Idee nicht so gut, wie Kind denkt. Nicht selten würden diese "Geschenke" nach wenigen Tagen vernachlässigt, im Tierheim abgegeben oder manchmal sogar ausgesetzt, berichtet Henrike Winkler, Leiterin des Eltern­Kind­Zentrums, im aktuellen Salzburger Familienjournal.

Bildungsveranstaltungen zum Thema Haustier (als "Geschenk")

Dies thematisiert Winkler auch in Elternbildungsveranstaltungen und Elternkindgruppen, zu denen Eltern eingeladen sind – egal ob im Haushalt bereits ein Haustier lebt oder nicht –, sich über Anschaffung, Herausforderungen und praktischen Umgang Gedanken zu machen. „Die Beschäftigung mit einem Tier, das Spielen und Verantwor­tung­ zu übernehmen, kann für die soziale und emotionale Entwicklung von Kin­dern sehr förderlich sein. Für ein harmo­nisches Miteinander ist es wichtig, die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Tieres, der Kinder und der Eltern zu berücksichtigen“, so Winkler.

Denkanstöße

Barbara Antesberger, Hundetrainerin und EKiZ-Referentin, gibt Denkanstöße: Am Heiligen Abend sei kaum Zeit, sich mit der Tierhaltung zu beschäftigen. Unruhe, Geschenke auspacken, Lärm und Rumtoben mache ein Tier in neuer Umgebung noch nervöser als es dort ohnehin sei. Umgekehrt sei es für Kinder enttäuschend, wenn dabei das Streicheln und Kuscheln nicht funktioniert. Auch an den folgenden Feiertagen herrsche Zeitmangel. Die EKiZ-Expertin empfiehlt, stattdessen die Ferien zu nützen, um sich über eine Tierart schlau zu machen. Geeignete Geschenke seien entsprechende Bücher und Anschauungsmaterial. Eine alternative Idee für sein erstes "eigenes" Tier sei auch eine Tierpatenschaft.

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