Mit Video
"Wir geben nicht auf, wir werden weiter demonstrieren."

Plakate, Sprechchöre, sogar der Rainermarsch wurde gesungen: Die Demonstranten werden ihren Protest fortsetzen.
3Bilder
  • Plakate, Sprechchöre, sogar der Rainermarsch wurde gesungen: Die Demonstranten werden ihren Protest fortsetzen.
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

Die Freileitungsgegner wollen den Baggern nicht weichen und halten die Stellung. Die APG prüft jetzt erste rechtliche Schritte.

BAD VIGAUN. "Wir geben nicht auf, wir werden weiter demonstrieren." Theodor Seebacher, Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Erdkabel, gab sich am Freitagnachmittag kämpferisch. Mit dieser Haltung ist er bei weitem nicht alleine: Zahlreiche Demonstranten hindern seit einer Woche die Arbeiter der Bundesforste an den Rodungsarbeiten für die geplante 380-kV-Freileitung. Die Demonstranten wollen nach wie vor, dass die Leitung unter die Erde kommt. Am Montag vergangene Woche haben die Proteste begonnen, die mittlerweile eine landesweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Die Demonstranten hatten sich dabei in einer spektakulären Aktion an die Bäume gekettet. Seither halten zahlreiche Menschen den Rengerberg besetzt und zwangen so die Bundesforste, unverrichteter Dinge wieder abzuziehen.

EU-Verfahren gegen Österreich

Am Freitagnachmittag saßen die Demonstranten in gemütlicher Atmosphäre auf Bierbänken zusammen, der Broswirt in Bad Vigaun hatte für Essen und Getränke gesorgt. Die Anwesenden sorgen sich vor allem um die Natur und das Landschaftsbild, einige sprechen davon, nicht aufzugeben und zur Not wochen- oder monatelang hierzubleiben. Der Ruf nach einem Erdkabel war deutlich zu hören und die jüngsten Ereignisse gaben den Demonstranten wieder Hoffnung: Die EU hat nun schon zwei Verfahren gegen die Republik Österreich eingeleitet. "Eine laut EU-Recht notwendige 'Strategische Umweltprüfung' hat im Vorfeld nicht stattgefunden und außerdem ist die Rodungsfläche falsch angegeben worden. Nicht 200, sondern 600 bis 800 Hektar sollen geschlägert werden", erklärt Franz Köck, Vorstandsmitglied bei der IG Erdkabel und Obmann von Aktion 21 Austria. Der Ball liegt nun beim Verwaltungsgerichtshof, der aber die Rodungsarbeiten nicht aufschieben kann.

"Möglichkeiten evaluieren"

APG-Projektleiter Wolfgang Hafner sieht die Sache anders: "Die Freileitung wird gebaut." Was die Demonstrationen betrifft, so will Hafner "alle rechtlichen Möglichkeiten" evaluieren, die dem Grundbesitzer (Österreichische Bundesforste) zustehen. Weiters sei die angegebene Rodungsfläche nach österreichischem Forstgesetz korrekt, "ein anderes Verfahren, wie die Freileitungsgegner behaupten, gibt es nicht, auch das wurde in den Genehmigungsverfahren schon längst behandelt." Hafner weiter: "Das EU-Verfahren gegen Österreich ist von einigen Freileitungsgegnern zur Anzeige gebracht worden. Es enthält nichts, was nicht schon mehrfach in den Genehmigungsverfahren thematisiert worden ist. Ich appelliere hier an die Vernunft der Gegner, die Freileitung ist ein Nadelöhr für die österreichische Stromversorgung."

Telegram anmelden

Die aktuellsten lokalen Nachrichten -
direkt auf dein Smartphone!


Telegram anmelden



Autor:

Thomas Fuchs aus Tennengau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen