EMobilität Tennengau
Tennengau bei der Elektromobilität an der Spitze

Der Tennengau liegt bei E-Mobilen österreichweit an der Spitze.
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HALLEIN/WIEN. Das Land Salzburg nimmt einen Spitzenplatz bei der Neuzulassung von Elektroautos ein. Von den sechs Salzburger Bezirken sind vier Bezirke österreichweit unter den Top-Ten. Über 4.000 Personenkraftwagen wurden hier bereits angeschafft. Die absolute Nummer eins in den regionalen Bezirken ist aber der Tennengau. Dies stellt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) fest.

Regionale E-Pkw-Hochburg

Laut der VCÖ-Studie ist mittlerweile jeder fünfte Personenkraftwagen (Pkw) im Tennengau emissionsfrei unterwegs. Der Bezirk Hallein hat mit 20,7 Prozent der Neuzulassungen den höchsten E-Pkw-Anteil im 1. Halbjahr 2021 außerhalb Wiens. Die Bezirke Zell am See, St. Johann im Pongau und Salzburg-Umgebung weisen auch einen deutlich höheren E-Pkw Anteil als im Österreich-Schnitt auf. Ab dem Jahr 2035 sollen in der EU nur mehr emissionsfreie Pkws neuzugelassen werden.

"Damit Österreich das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 erreichen kann, ist bei Neuwagen ein früherer Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor nötig. Sowohl in der Stadt als auch in den Regionen erreichen E-Pkws bereits einen hohen Anteil bei den Neuzulassungen", fasst VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen das Ergebnis zusammen.

Unternehmen und juristische Personen als Käufer kommen laut dieser Daten eine besondere Rolle zu, da sie im großen Stil als Einkäufer am Markt in Erscheinung treten. Die Umrüstung der Fahrzeugflotten hat daher eine direkte Auswirkung auf die Entwicklung der Verkaufszahlen und des CO2-Ausstoßes.

Wegbereiter Unternehmen

Laut der Daten der Statistik Austria sind rund zwei Drittel der Neuwagen von Unternehmen und anderen juristischen Personen angeschafft worden. Das unterstreicht die zentrale Rolle, die Betriebe laut den Autoren bei der Umstellung der Pkw-Flotte auf emissionsfreie Antriebe in Hinkunft haben werden. Beim E-Pkw lag der Anteil der "juristischen Personen" im 1. Halbjahr bei 84 Prozent, so der VCÖ. Die Autoren gehen in Folge von einer schrittweisen Durchdringung des Gebrauchtwagenmarktes mit E-Pkws für Privatpersonen aus.

"Deshalb ist es wichtig, dass künftig nur mehr emissionsfreie Firmenwagen steuerlich begünstigt werden", betont VCÖ-Expertin Rasmussen und fordert eine Beendigung der Förderung für Plug-In-Hybrid Antriebe.

Autoingenieure tüfteln noch an Elektro-Lastwägen.

Laut Rasmusen sollen nationale und internationale Studien zeigen, dass der reale CO2-Ausstoß im Schnitt um ein Vielfaches höher ist, als die Herstellerangaben versprechen. Für die Vertreterin des VCÖ ist ein reiner Antriebswechsel bei Autos zur Erreichung der Klimaziele im Verkehr zu wenig.

"Der Verkehrsaufwand insgesamt ist zu reduzieren, etwa durch die Stärkung der Ortskerne und der Nahversorgung, ein Ende der Zersiedelung und der Anteil der klimaverträglicheren Mobilität, des öffentlichen Verkehrs, dem Radfahren und Gehen, sind stark zu erhöhen", so die Vertreterin des VCÖ.

Fahrplan der Autokonzene

Einzelne Automarken, wie Jaguar, haben bekanntgegeben, dass sie ab dem Jahr 2025 ausschließlich eine E-Pkw Marke sein wollen. Opel ab dem Jahr 2028, Volvo ab 2030. In Ingolstadt plant Audi seinen Abschied von Verbrennungsmotoren bis spätestens 2033 und der Volkswagenkonzern hat im Juni bekanntgegeben, den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bis zum Jahr 2035 vollziehen zu wollen.

E-Neuwagen im Detail

Als städtischer Bezirk liegt Wien-Ottakring mit der Zulassung von 42,6 Prozent E-Pkws vor der Inneren Stadt mit 22,90 Prozent. Danach folgt bereits der Bezirk Hallein mit 20,7 Prozent. Unter den ersten Zehn sind aus Salzburger Sicht die Bezirke Zell am See (19,0 Prozent), St. Johann im Pongau und Salzburg-Umgebung (jeweils 18,7 Prozent). Der Österreich-Schnitt lag im 1. Halbjahr bei 11,4 Prozent.

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