16 Jahre Bürgermeister
"Der Abschied wird mir sehr schwer fallen"

"Ich brauche keinen Computer. Mir ist ein persönliches Gespräch lieber".
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RUSSBACH. Josef Grasl ist ein erdiger, gemütlicher Mensch. Auf seinen Arbeitstisch steht kein Computer, aus Prinzip, wie er sagt. Seit 16 Jahren übt er das Amt des Bürgermeisters aus, viele jüngere Rußbacher kennen nur ihn als Ortschef. Der Abschied von seinem Amt fällt ihm nicht leicht, dennoch hat er sich entschieden, im März nicht mehr zu kandidieren.

BEZIRKSBLÄTTER: Herr Bürgermeister, was sind die Herausforderungen, vor denen ihre Gemeinde in den nächsten Jahren steht?
JOSEF GRASL:
Es stehen einige Sanierungen an, das Musikpavillon und der Wasserpark sind schon etwas älter. Das wird nächstes Jahr die Priorität Nummer eins sein. Außerdem habe ich vor einen neuen Recyclinghof zu bauen, 2019 beginnen wir mit den Verhandlungen über das Grundstück. Wichtig ist auch der Ankauf eines neuen Traktors für die Gemeinde. Eine Aufgabe für die Zukunft wird es auch sein, Angebote für junge Menschen zu schaffen, da viele sonst wegziehen.

Haben Sie Wünsche an die Landespolitik?
Ich bin sehr zufrieden mit der Landespolitik, ich habe einen guten Draht zu den Verantwortlichen. Ich würde mir nur wünschen, dass bei Betriebsansiedlungen auch die kleineren Gemeinden mehr berücksichtigt werden. Viele junge Menschen gehen heute auf die höheren Schulen. Die verlieren wir, wenn wir ihnen keine entsprechenden Arbeitsplätze anbieten können.

Sie sind seit 16 Jahren Bürgermeister, ist der Beruf heute schwerer als früher?
Es hat sich schon viel geändert, alles ist schneller geworden. Es ist ein schöner Beruf, aber auch sehr anstrengend, das merke ich mittlerweile auch körperlich. Es fällt mir nicht leicht, aber ich habe mich entschieden, nächstes Jahr nicht mehr anzutreten. Ich glaube auch, dass Neid und Missgunst stärker geworden sind, das ist nicht mehr ganz meine Welt.

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Autor:

Thomas Fuchs aus Tennengau

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