Tennengau wählt
Der Kampf um Bürgermeister-Sessel ist eröffnet

Maximilian Klappacher, ÖVP: "Ich halte eine weitere Begegnungszone für das Halleiner Zentrum für sinnvoll."
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  • Maximilian Klappacher, ÖVP: "Ich halte eine weitere Begegnungszone für das Halleiner Zentrum für sinnvoll."
  • Foto: Stadt Hallein
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Spitzenkandidaten stellen sich bei der Wahldiskussion der Bezirksblätter und des ORF Landesstudios Salzburg vor.

HALLEIN. Die Bezirksblätter und das ORF Landesstudio Salzburg laden Sie zum Mitdiskutieren in Ihrer Stadt Hallein ein. Die Bürgermeisterkandidaten der Stadt Hallein stellen sich am 20. Februar Ihren und unseren Fragen. Im Hofbräu Kaltenhausen findet von 19 bis 21 Uhr eine moderierte Podiumsdiskussion statt. Die Themen aller Kandidaten lesen Sie auf jetzt:

Fünf wollen's wissen

Fünf Kandidaten wollen Stadtchef von Hallein werden. Zwei von ihnen rittern um den "Titel" erste Bürgermeisterin Halleins. Den Wahlkampf haben die Damen und Herren bereits vor zwei Wochen begonnen. Nun geht es in die heiße Phase. Bei der Wahldiskussion der Bezirksblätter und des ORF Landesstudios Salzburg am 20. Februar in Kaltenhausen können Sie sich selbst ein Bild machen. Wir haben die Kandidaten vorab zu ihren Top-Themen für Hallein befragt.

Er will Chef bleiben

Seit vergangenem Jahr ist Maximilian Klappacher ÖVP-Bürgermeister und er würde es gerne bleiben. Seiner Partei traut er es zu, die stabile Mehrheit zu halten und das ist ihm wichtig, "denn nur so kann ich als Bürgermeister gut arbeiten", sagt Klappacher, dem aber auch "das Miteinander in der Gemeindestube" wichtig ist. Zentrale Themen sind für den "alten Hasen" in der Stadtpolitik (seit 1993 Gemeindevertreter) Verkehr, Wohnen, Kinderbetreuung und das Naherholungsgebiet Zinkenkogel.

"Diese Themen kommen direkt von der Halleiner Bevölkerung. Bei den Sprechstunden und wenn ich in der Stadt unterwegs bin, höre ich zu und nehmen die Themen der Menschen mit in die Gemeinde", sagt Klappacher, der von 1999 bis 2018 Raumplaungsstastrat war.

Nicht auf Arbeitslosenquote ausruhen

"Ein Thema, das nur selten von den Menschen angesprochen wird, mir aber wichtig ist, sind die Arbeitsplätze. Da die Arbeitslosenquote bei uns sehr niedrig ist, klagen die Menschen nicht. Aber man muss weiterarbeiten, dass es so bleibt", sagt der Bürgermeister. "Dafür braucht es genauso Ein-Mann-Betriebe wie Industriebetriebe."

Absolute Mehrheit brechen

Den Bürgermeistersessel streitig machen, will ihm SPÖ-Spitzenkandidat Alexander Stangassinger. Seit 2009 ist er Gemeindevertreter und seit 2017 zweiter Vizebürgermeister. Mit ihm an der Spitze soll die SPÖ dieses Mal an Mandaten zulegen und zwar im zweistelligen Bereich (sechs Mandate aktuell). "Mindestens wollen wir die absolute Mehrheit der ÖVP brechen", so Stangassinger.

Seine Themen sind Verkehr,  Wohnen und Kinderbetreuung. "Im Verkehr braucht es ein neues Gesamtkonzept. Der Öffitakt muss verbessert werden und alles Stadtteile gehören besser mit dem Zentrum verbunden, um es zu beleben", so der Betriebsrat bei Maco.

Wiese oder Paneele auf die Dächer

Als erste Frau in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt kommen, das will die grüne Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogl. Als Fraktion wollen die Grünen in Hallein stärker werden. Die Steckenpferde der Bürgermeisterkandidatin sind Kinderbetreuung, Pflege und Inklusion, der Umweltschutz sowie der Verkehr. "Es kommen geburtenstarke Jahrgänge auf uns zu. Wir brauchen ein breites Angebot von der Krabbelgruppe bis zur Nachmittagsbetreuung", sagt Humer-Vogl.

In Sachen Umweltschutz will sie begrünte Dächer für Hallein sowie mehr Photovoltaikanlagen. "Auch die Weihnachtsbeleuchtung könnte früher abgenommen werden", so die Bezirkssprecherin der Grünen im Tennengau.

Die Alleinherrschaft stören

"Die Alleinherrschaft der ÖVP zu brechen", ist das erklärte Ziel der FPÖ und Spitzenkandidaten Peter Mitterlechner. Der politische Newcomer sieht Handlungsbedarf im sozialen Wohnbau: "Wir als Stadtgemeinde sollten ein eigene Immobilienentwicklungsgesellschaft gründen, selbst bauen und vernünftig vergeben."

Außerdem will der gelernter Betriebstechniker und Werkmeister für industrielle Elektrotechnik die Grundversorgung in die peripheren Stadtteile sichern. "Wir brauchen auch dort Nahversorger, Ärzte und Geldautomaten", so der 55-Jährige, der weiters fünf Planstellen mehr für die Stadtpolizei fordert. "Das subjektive Sicherheitsgefühl muss steigen und das geht am besten mit Polizeipräsenz."

"Erfahrung als Mutter schärft Blick"

Zweite Quereinsteigerin auf der politischen Bühne Halleins ist Neos-Kandidatin Anita Eisenmann. Die fünffache Mutter will die Erfahrungen mit ihren Kindern für Hallein nutzen. Kinderbetreuung, Integration und Angebote für Jugendliche sind daher ihr großes Anliegen. "Hallein war hier säumig. Wir brauchen mehr von allem – Krabbelgruppen, Ferienbetreuung, Nachmittagsbetreuung – und das flexibel nutzbar für die Eltern."

In der Schule sieht sie Handlungsbedarf wenn es um Mobbing, Förderung von begabten- und Unterstützung für lernschwache Schüler geht. Als Trafikantin kenne sie außerdem die Lage der Geschäftstreibenden in Hallein. "Das Zentrum braucht ein Lebensmittelgeschäft und die leerstehenden Geschäftslokale machen mir Sorgen. Wie sich Hallein verändert hat, ist nicht gut."

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