Die ARGE Stadtmarketing Hallein ist Geschichte

Die gegenseitigen Anschuldigungen der (Ex-)ARGE-Gesellschafter füllen bereits Aktenordner.
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  • Die gegenseitigen Anschuldigungen der (Ex-)ARGE-Gesellschafter füllen bereits Aktenordner.
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HALLEIN (tres). Beziehungsstatus "Es ist kompliziert" wäre untertrieben. Nein, es ist aus. Die ARGE Stadtmarketing Hallein ist Geschichte. Dabei wurde sie erst am 3. Juni 2015 gegründet. So schön begann alles, als "Vision 2025" für die Stadt Hallein. Die ARGE Stadtmarketing setzte sich aus den drei Gesellschaftern Stadtgemeinde, Tourismusverband Hallein/Bad Dürrnberg und dem Verein "Gemeinsam für Hallein" zusammen.

Ein gescheitertes Ziel

Ziel war es, gemeinsam dazu beizutragen, Hallein zu stärken und voranzubringen - in wirtschaftlicher, touristischer und städtebaulicher Hinsicht. Doch nun zogen sich der Verein "Gemeinsam für Hallein" (GfH) und der TVB Hallein/Bad Dürrnberg aus der ARGE zurück. Als Grund nennt TVB-Obmann Willi Grundtner unüberbrückbare Differenzen: "All unsere Aktionen und Aktivitäten, die der Verein und der Tourismusverband in die ARGE einbrachte, wurden von der Stadtgemeinde torpediert." Die Zusammenarbeit sei letztlich so anstrengend und kontraproduktiv gewesen, dass man sich zurückzog, berichtet auch Peter Ganzer von "Gemeinsam für Hallein".

"Torpediert" - man wählt also bereits Kriegssprache. Kein Wunder: Die gegenseitigen Anschuldigungen füllen mittlerweile Aktenordner. Der Mailverkehr untereinander lässt gegenseitigen Respekt vermissen: "Warst du in deinem früheren Leben Kamikaze-Pilot oder ein Crashtest-Dummy???", schreibt etwa Halleins Stadtamtsdirektor Erich Angerer mit Grüßen aus der Stadtgemeinde an die Mitgesellschafter.

Der Ton ist rauh geworden

Die gegenseitigen Vorwürfe auszulisten würde den Rahmen bei weitem sprengen. Es geht u. a. um die Parkraumtarife der Stadt mit denen TVB und GfH nicht einverstanden sind, um "fehlenden Außenauftritt" der Marke Hallein, um zurückgehaltene Zahlungen und vieles mehr.

Aber wie geht es weiter? "Tourismusverband und 'Gemeinsam für Hallein' werden alles tun, um die Belebung und Stärkung der Stadt Hallein weiter voranzutreiben, gern auch in Kooperation mit der Stadtgemeinde. Aber nicht mehr in einer ARGE. Eine solche Zusammenarbeit ist nicht möglich, das haben wir jetzt gesehen", sagt Grundtner.

"Anzengruber ist rücktrittsreif!"

Die SPÖ Hallein hält zum TVB und zu den Kaufleuten: „Die ARGE Stadtmarketing muss gerettet werden! Der Halleiner Bürgermeister soll schleunigst aus dem Schmollwinkel kommen. Stirbt die ARGE, dann ist Gerhard Anzengruber rücktrittsreif", meint der SPÖ-Klubvorsitzende Alexander Stangassinger.

Und was sagt der Bürgermeister zur peinlichen Causa? "Ich respektiere natürlich den Ausstieg von TVB und GfH aus der ARGE. Sobald ich von den Expartnern offiziell über ihre gewollte Beendigung der Zusammenarbeit informiert werde, werde ich die erforderlichen Schritte zur Auflösung veranlassen", erklärt Bgm. Anzengruber (ÖVP): "Diese Situation enthebt allerdings TVB-Geschäftsführer Rainer Candido u. a. nicht der Verantwortung, mir als ARGE-Obmann, die seit Monaten geforderte zweckgemäße Verwendung der in die ARGE eingebrachten Mittel - 180.000 Euro an öffentlichen Geldern - nachzuweisen. Kompetent, sachlich zuständig und ausschließlich auf das Wohl Halleins ausgerichtet, werde ich in der Folge den maßgeblichen politischen Gremien der Stadt vorschlagen – so wie bis 2015 auch - die wichtige Aufgabe erfolgreiches Stadtmarketing zu erledigen, ab sofort wieder eigenständig zu betreiben."

Die gegenseitigen Anschuldigungen der (Ex-)ARGE-Gesellschafter füllen bereits Aktenordner.
"Hallein stirbt sicher nicht, nur weil es die ARGE Stadtmarketing nicht mehr gibt!, meint Bgm. Gerhard Anzengruber zu den SPÖ-Vorwürfen.
Autor:

Theresa Kaserer aus Salzburg-Stadt

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